Entgelttransparenz: Schluss mit dem Rätselraten

Entgelt Arbeitnehmer haben Anspruch auf Auskunft seit 6. Januar

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Foto: Getty Images/iStockphoto/Stefan Ataman

Gleiches Entgelt für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit. Diesen Anspruch verfolgt das sogenannte Entgelttransparenzgesetz, das bereits im Juli 2017 in Kraft getreten ist. Demnach können Beschäftigte seit dem 6. Januar erstmals Auskunft über die Entgeltstrukturen in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangen.

Der Anspruch bezieht sich nur auf Beschäftigte des jeweils anderen Geschlechts, die eine gleiche oder gleichwertige Tätigkeit ausüben und ist grundsätzlich nur alle zwei Jahre möglich. Allerdings können Beschäftigte auch eine Erläuterung zur Entgeltfindung bezüglich des eigenen Entgelts verlangen.

In die richtige Richtung

"Ich finde der Auskunftsanspruch ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung", meint Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. "Es ist selbstverständlich nicht zu erwarten, dass auf diese Weise der große Durchbruch zu einer umfassenden Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern erreicht werden kann, aber es ist ein wichtiges politisches Signal.

Es zeigt deutlich, dass wir wollen, dass über Gehälter offen gesprochen wird." Die Kultur der Antidiskriminierung werde verbessert, die Transparenz erhöht und Unternehmen müssten sich dafür rechtfertigen, wenn eine deutliche Entgeltlücke zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichtbar wird.

Erfreulich sei außerdem, dass Frauen in Sachsen bei den Lohnzahlungen gegenüber Männern aufholen. So liegen nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur beide Geschlechter beim Medianlohn, dem Mittelwert aller Lohnzahlungen, in Sachsen nur noch 57 Euro auseinander.