Entwurf für Schwimmbad in Bernsdorf steht

Wettbewerb Dresdner Architekten überzeugten elfköpfiges Preisgericht

Der Sieger des Wettbewerbes für den Neubau des Bades Bernsdorf ist Martin Boden-Perocke. Foto: Andreas Seidel

Im Juni 2016 beschloss der Stadtrat den Neubau einer wettkampfgerechten Schwimmhalle mit einer 25-Meter-Bahn auf dem Gelände des Freibades Bernsdorf. Seit gestern steht der Sieger aus insgesamt 15 eingereichten Entwürfen fest.

"Ziel des Realisierungswettbewerbs war es, in städtebaulicher, funktionaler, wirtschaftlicher, energetischer und architektonischer Hinsicht überzeugende Entwürfe zu erhalten. Diese sollten zudem den Anforderungen des Deutschen Schwimm-Verbandes an eine wettkampfgerechte Schwimmhalle für Schwimmen und Wasserball entsprechen", hieß es vonseiten der Stadt.

Dresdner konnten überzeugen

In den Augen des elfköpfigen Preisgerichts, unter anderem bestehend aus Bäderbau-Experten, Architekten und Landschaftsarchitekten, war der Entwurf der Code Unique Architekten GmbH aus Dresden am überzeugendsten: "Zwei Tage Jurysitzung liegen hinter uns. Die Entwürfe wurden zum Teil kontrovers diskutiert", sagte gestern Baubürgermeister Michael Stötzer. Der Siegerentwurf überzeugte insbesondere durch seine "Schnittstelle zwischen Standort und Stadt". "Der Bau zieht wunderbar die Grenzen des Bebauungsgebietes nach und nutzt den Platz effektiv aus", begründete Jurymitglied Christian Knoche.

Der Architekt aus Leipzig lobte zudem das weitläufige Foyer und die zentralen Umkleideräume. "Auch der Gastronomiebereich, der innen an das Kinderbecken anschließt und gleichzeitig den Außenverkauf bedient, wurde in der Planung sehr gut umgesetzt." Das sei die größte Herausforderung gewesen, sagte Martin Boden-Peroche vom Sieger-Team.

Neubau soll 13,1 Millionen Euro kosten

An den planerischen Feinheiten des Neubaus werde in den kommenden Monaten noch gefeilt. So soll im Kombi-Bad langfristig auch die Beckenlandschaften im Innenbereich mit dem 100 Meter langen Schwimmbecken im Außenbereich verbunden werden. Der rund 13,1 Millionen Euro teure Neubau des Schwimmsportkomplexes soll zu 75 Prozent aus Mitteln des Fördertopfes "Brücken in die Zukunft" des Freistaates Sachsen finanziert werden.

Wettkampfgerechte Schwimmhalle auch für Familien geeignet

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im kommenden Jahr. Die neue Schwimmhalle soll neben einem 25-Meter-Schwimmbecken mit sechs Bahnen über ein Lehrschwimmbecken verfügen. Auch ein Planschbereich für Familien mit Kindern sowie ein Sprungbecken sind in der neuen Schwimmhalle angedacht. Die Wettbewerbsergebnisse können vom 17. bis 23. März in einer Ausstellung im Foyer des Stadtbades zu den Öffnungszeiten eingesehen werden.