Er will die Kreativwirtschaft in Chemnitz ankurbeln

Emtwicklung Stadtteilmanager Robert Verch erklärt seine Strategie

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Stadtteilmanager Robert Verch. Foto: Linda Laub

Robert Verch ist 32 Jahre alt, Wahl-Chemnitzer und Diplom-Designer. Seit Februar letzten Jahres arbeitet er als Stadtteilmanager und ist so vor allem für die lokale Wirtschaft und insbesondere die Kreativwirtschaft zuständig.

Eine überschaubare Szene

Verch wurde in Berlin geboren und weiß als freischaffender Künstler und Gestalter, wie eine großstädtische Kreativ-Szene beschaffen ist. In den Metropolen gibt es für Künstler und Kreative eigene, quasi abgegrenzte soziale Räume, in denen sie sich bewegen. Diese Situation lässt manchmal wenig Platz für Neues, meint er.

Den großen Vorteil, den Verch in Chemnitz sieht, ist, dass es hier eben nur eine kleine Gründerszene gibt. Die Kreativen in Chemnitz gewinnen vielleicht wenig Input von Gleichgesinnten, finden dafür aber schnelleren Kontakt zu Unternehmen und somit neuen Auftraggebern. Verch nennt das das "Potential der Nähe".

Finanzierung mit EFRE

Um Chemnitz als Ort lebendig zu halten, sei es wichtig eine aktive Kreativ- und Kulturwirtschaft zu etablieren und zu unterstützen. Robert Verch berät und vernetzt an dieser Stelle. Die Chemnitzer Innenstadt gehört zum Fördergebiet EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung). Das bedeutet für kleine Unternehmen eine finanzielle Unterstützung für Investitionen bis zu 35 Prozent. Dabei werden durch den Fördertopf des EFRE 80 Prozent und durch die Stadt 20 Prozent beigesteuert. Wenn es also an einem neuen Tresen für die Bar mangelt, wäre dies ein willkommener Weg.

Aktuell befasst er sich mit der Bewerbung Chemnitz´ zur Kulturhauptstadt.