Erfenschlager Bad gerettet - Küchwald geht leer aus

Demonstration Die Sanierung ist die schnellere Variante

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Der laute Protest der Schwimm- und Wassersportvereine vor der Stadtratssitzung wirkte sich zumindest für den Bürgerverein Erfenschlag am Ende positiv aus. Foto: Steffi Hofmann

Wer bei unter 0 Grad Celsius fast nackt ins Freie geht, der tut das sicher nicht aus Spaß. Auch wenn die ein oder andere Situation am Mittwochnachmittag vor dem Rathaus spaßig aussah, hatte sie einen ernsten Hintergrund: Mitglieder der Schwimm- und Wassersportvereine demonstrierten vor der Stadtratssitzung für den Neubau einer Schwimmhalle im Küchwald und den Erhalt des Sommerbades Erfenschlag.

Obwohl die Befürworter des Schwimmhallenneubaus eine Petition mit mehr als 13.200 Unterschriften vorlegen konnten, gehören sie zu den Verlierern der Beschlüsse. Die Räte stimmten für die Modernisierung der 50-Meter-Halle im Sportforum und gegen einen Neubau im Küchwald. Für die Sanierung und wettkampftaugliche Erweiterung der Schwimmhalle im Sportforum sind 7,8 Millionen Euro eingeplant. Das sei die günstigere und schnellere Variante. Große Enttäuschung daraufhin auf Seiten der Neubau-Befürworter, allen voran Thomas Ebell, Mitglied im Schwimm-Club Chemnitz von 1892. "Wir werden weiterkämpfen, bis sich die Wasserflächensituation in Chemnitz verbessert", ließ er über soziale Netzwerke wissen.

Jubel nach der Stadtratssitzung herrschte hingegen beim Bürgerverein Erfenschlag und den Initiatoren der Aktion "Ja zum Sommerbad Erfenschlag". "Nach drei Jahren Kampf geht es nun in die richtige Richtung", sagte Vereinsmitglied Felix Kreißel. Die positive Abstimmung über die Vorlage bedeute jetzt viel Arbeit für alle, die aber in Lebensqualität und Sozialkultur investiert werde. "Dieser Zugewinn wird über Jahre spürbar sein", so Kreißel. Der Verein wolle unter anderem selbst eine neue Abwasserleitung bauen und habe bereits Kontakte mit einer Firma aufgenommen für einen Brunnen für die Frischwasserzufuhr.