Erfolgsgeschichte: Wie Chemnitzer Ärzte einem kleinen Mädchen wieder auf die Beine halfen

Nach erfolgreicher OP in Chemnitz kehrt sie gesund nach Afghanistan zurück

Chemnitz

Ein offener Schienbeinbruch, große Schmerzen und die Aussichtslosigkeit auf Hilfe in ihrer Heimat - das war vor einem Jahr die Realität für die siebenjährige Fatima aus Afghanistan. Dank der Initiative "Friedensdorf International" und den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz nahm ihre Geschichte eine glückliche Wendung.

Langer Weg zur Heilung

Fatima erlitt in ihrer Heimat einen offenen Schienbeinbruch. Eine Operation vor Ort scheiterte, der Bruch heilte nicht aus und führte zu einer Verkrümmung des betroffenen Beines - zu einer so genannten "Pseudarthrose". Gehen wurde für das kleine Mädchen zur Qual, jede Bewegung schmerzte. Hilfe kam schließlich aus Deutschland: Im April 2024 wurde Fatima als Friedensdorf-Kind in die Zeisigwaldkliniken gebracht, wo Kinderorthopäde Dr. Fabian Kübler mit seinem Team die Behandlung übernahm. Eine Korrekturoperation sorgte dafür, dass der schwere Bruch endlich ausheilte.

"Ein besseres Leben für Fatima"

Bereits wenige Wochen später konnte Fatima ihr Bein wieder belasten - schmerzfrei und mobil. Nun, nach der Entfernung der stabilisierenden Platte und Schrauben, ist sie vollständig geheilt und bereit für die Heimreise. Fabian Kübler, leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, zeigt sich bewegt: "Stellvertretend für das gesamte Behandlungsteam wünsche ich der tapferen Fatima, dass sie nach der Rückkehr in ihre Heimat und zu ihrer Familie ein besseres Leben führen kann, als es ihr bisher möglich war."

25 Jahre Engagement für den Frieden

Die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz engagieren sich seit 25 Jahren für die 1967 gegründete und überwiegend spendenfinanzierte Initiative "Friedensdorf International". Neben Projekt- und Bildungsarbeit vor Ort bringt die Initiative jedes Jahr Hunderte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland, um ihnen die medizinische Versorgung zu ermöglichen, die ihnen in ihren Heimatländern verwehrt bleibt. In Chemnitz wurden bereits mehr als zehn Kinder behandelt, vorwiegend aus Afrika und Asien. Ihre Leiden sind oft dramatisch: Knocheninfektionen, Fehlstellungen und schwere Verletzungen, die ohne Behandlung bleibende Schäden hinterlassen.

 

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