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Erfolgsmodell Freiwilligendienst

BFD Überdurchschnittlich viele ältere Bufdis in Chemnitz

Nach der Aussetzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes zum 1. Juli 2011 wurde der Bundesfreiwilligendienst (BFD) eingeführt. Er sollte helfen, die Folgen der Aussetzung des Zivildienstes zumindest teilweise zu kompensieren. Die sogenannten Bufdis können sich für das Allgemeinwohl engagieren und werden in sozialen, ökologischen, kulturellen Bereichen oder bei Sport und Katastrophenschutz eingesetzt. In Chemnitz arbeiten zurzeit 178 Freiwillige, 86 Männer und 92 Frauen. Weitere statistische Werte sind für die Stadt leider nicht festgehalten. Eine Besonderheit für Sachsen ist, dass in keinem anderen Bundesland so viele Freiwillige über 65 Jahren eingesetzt sind. Insgesamt 67 Personen. In Hamburg beispielsweise ist kein Bufdi so alt, im großen Nordrhein-Westfalen sind es insgesamt nur 30. Irina Harbauer vom Sächsischen Kinder- und Jugendfilmdienst e. V. in Chemnitz ist seit den Anfängen eine BFD-Einsatzstelle und kann das bestätigen. "Das Kontingent für über 27-Jährige ist immer voll. Für die Jüngeren wurden bis jetzt einmal im Jahr ein paar Stellen nachgelegt. Teilweise waren die aber früh 7 Uhr schon wieder weg. Wenn was frei wird, werden wir kurzfristig über Köln informiert", sagt Harbauer. In Köln sitzt das verantwortliche Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Eine Pressesprecherin nennt den BFD weiterhin ein Erfolgsmodell. Die Zahl der Einsatzstellen steigt genauso wie die Nachfrage danach. Nur die Bundesmittel dafür, 167 Millionen Euro pro Jahr, sind bisher gleich geblieben. "Wenn das Kontingent erschöpft ist, werden Bewerber abgelehnt oder auf eine Warteliste gesetzt", sagt sie. Für Chemnitz weist das Bundesamt derzeit knapp 180 BFD-Stellen aus.



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