Erweiterte Tierwelt im Wildgatter

Natur Einrichtung in Oberrabenstein täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet

Mitte November vergrößerte sich im Wildgatter auch die Wisent-Herde.Fotos: Tierpark/K. Hack (2)

Auch in den kalten Monaten lohnt sich ein Besuch im Wildgatter Oberrabenstein. Besonders in den vergangenen Monaten hat sich im Tierbestand einiges getan. Bereits Anfang Oktober bekam die siebenjährige Europäische Wölfin mit einem anderthalbjährigen Rüden aus dem Wildpark Lüneburger Heide neue Gesellschaft. "Die beiden Wölfe hatten anfangs genügend Zeit, sich in Entfernung kennen zu lernen. Im November wurden die beiden Gehege miteinander verbunden. Dadurch besteht für die Wölfe die Möglichkeit, auf Tuchfühlung zu gehen und man darf gespannt sein, ob sie sich auch mögen, für Nachwuchs sorgen und somit ein Rudel aufbauen werden", so die Hoffnungen des Wildgatter-Teams.

Den Wildkatzen ganz nah

Einen Neustart gab es nach dem Tod der alten Tiere auch bei den Europäischen Wildkatzen. Aus dem "Le Parc des Felines" in Frankreich traf Anfang November ein neuer Kater im Wildgatter ein. Das Tier wird bald Gesellschaft von einem Weibchen bekommen. Gemeinsam soll das neue Zuchtpaar im kommenden Jahr in ein neues Heim einziehen können. Im Jahr der Europäischen Wildkatze haben sich die "Tierparkfreunde Chemnitz e.V." ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: den Neubau einer großzügigen Wildkatzenanlage im Wildgatter.

Die naturnahe Anlage wird eine Gehegefläche von 250 Quadratmeter haben. Die Besucher können die Tiere dann von einem Unterstand aus beobachten. Für dieses Vorhaben werden weiterhin Spenden gesammelt. Informationen dazu gibt es online auf den Homepage des Tierparks und der Tierparkfreunde.

Wisent-Bulle soll für Nachwuchs sorgen

Mitte November vergrößerte sich im Wildgatter zudem die Wisent-Herde. Aus dem Tierpark Sababurg kam ein zweijähriger Bulle, der in Zukunft für Nachwuchs bei den drei Wisent- Kühen sorgen soll. Da er mit zwei Jahren allerdings noch nicht ausgewachsen ist, wird man ihn momentan nur schwer von den weiblichen Tieren unterscheiden können. Ausgewachsen können die Bullen bei einer durchschnittlichen Größe von bis zu 1,90 Meter und 800 bis 900 Kilogramm schwer werden.

Die letzten Vertreter der wildlebenden Rinderart Europas sind somit die größten und schwersten Landsäugetiere des Kontinents. Das Wildgatter, Thomas-Müntzer-Höhe/Flügel 3, hat täglich von 8 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet.