Erzgebirgische Schmuckstücke

Ausstellung Schlossbergmuseum präsentiert neue Weihnachtsschau

Weihnachtsausstellungen im Schlossbergmuseum haben inzwischen eine kleine Tradition. Wurden in den vergangenen Jahren zum Beispiel alte Spielzeuge oder auch mal Adventskalender unter die Lupe genommen, wird es in diesem Jahr wieder etwas erzgebirgischer: Vom morgigen Nikolaussonntag an sind dort traditionelle Pyramiden, Nussknacker, lichtertragende Figuren, Räuchermänner und vieles mehr zu sehen. "Alle Stücke stammen aus dem Besitz eines Chemnitzer Privatsammlers", erklärt ein Mitarbeiter des Museums dazu. Die Zeugnisse der alten Erzgebirgsweihnacht seien heute selten geworden, erfreuten sich heute aber wieder größerer Aufmerksamkeit - zum einen in Museen beispielsweise in Annaberg oder Seiffen, aber eben auch bei privaten Sammlern. Im Schlossbergmuseum sind beeindruckende Stücke versammelt: Ein "Lichtertürke" vom Ende des 19. Jahrhunderts beispielsweise oder Räuchermänner aus der Zeit zwischen 1900 und 1940, eine 65 Zentimeter hohe Deckenpyramide, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Raum Annaberg/Marienberg entstand oder ein Schwebeengel vom Ende des 19. Jahrhunderts aus dem mittleren Erzgebirge. "Vor 100 Jahren war es im Erzgebirge vielerorts üblich, zur Weihnachtszeit das Wohnzimmer für das anstehende Fest aufwendig zu schmücken", weiß man im Schlossbergmuseum zu berichten: "In einer Zimmerecke oder auch entlang einer ganzen Wand wurde der familieneigene Weihnachtsberg aufgebaut, auf dem biblische Szenen in heimatlicher oder orientalischer Landschaft zu sehen waren." Hinzu kam das Licht von Kerzen und Rüböl-Lampen, die auf Drehleuchtern oder Pyramiden platziert wurden. Die eindrucksvollen Zeugnisse dieser Kultur kann man bis zum 10. Januar im Schlossbergmuseum bewundern.