Erzieher dringend gesucht

Soziales Stadträte fordern Verbesserung der Personalsituation in Chemnitzer Kitas

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen viele Eltern und Erzieher den Beschluss des Freistaates, ab Montag alle Kitas für alle Kinder wieder zu öffnen.

Die Linke/Die Partei setzen sich für bessere Personalsituation in Kitas ein

Die strikte Trennung von Gruppen, die als Grundvoraussetzung für die Wiederöffnung gilt, ist in vielen Einrichtungen schwer umsetzbar. Einer der Gründe dafür ist akuter Personalmangel. Den gibt es nicht erst seit gestern. Die Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Die Partei reicht in der kommenden Woche in der Stadtratssitzung einen Beschlussantrag ein, der ein verstärktes Engagement zur Verbesserung der Personalsituation in Chemnitzer Kindertagesstätten fordert.

Dabei geht es vor allem um eine Anpassung der Bedarfsplanungen für Erzieher an aktuelle Erfordernisse, eine Anpassung der Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher und weitere Anhebungen des Landeszuschusses zum Ausgleich von Mehrkosten für Kommunen und Eltern. "Es braucht eine an den aktuellen Bedürfnissen der Auszubildenden und der Träger von Kitas orientierte Ausbildung, die auch für zukünftige Erzieherinnen und Erzieher attraktiver ist, zum Beispiel die Umstellung auf eine Ausbildung im dualen System", so die Fraktionsgemeinschaft.

Verbesserungen sollen in den kommenden Jahren eintreten

In einer ersten Stellungnahme von Bürgermeister Ralph Burghart heißt es dazu, dass gewisse Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation in Kindertageseinrichtungen durch den Freistaat bis 2024 bereits vorgesehen sind. Dazu zählen zum Beispiel eine Erweiterung der Anrechnung erworbener Qualifikation für die Einmündung in Erzieherausbildung und Studium oder eine Ausweitung des FSJ Pädagogik um 100 Plätze in Kindertageseinrichtungen, um Interesse am Erzieherberuf zu wecken. 2021 soll eine Novellierung des Sächsischen Kitagesetzes im Hinblick auf Finanzierungsstruktur, Qualitätssicherung und -entwicklung folgen.