Es gibt nicht nur Querelen bei den Himmelblauen

Fußball Traditionstreffen steht bei ehemaligen Kickern hoch im Kurs

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Die Spieler der Meistermannschaft von 1967 freuten sich über das Wiedersehen. Foto: Knut Berger

Grüna/Chemnitz. Es gibt auch in den aktuell schweren Zeiten Momente beim Chemnitzer FC, die man ganz einfach festhalten möchte. Denn abseits von Querelen in Vorstand und Aufsichtsrat sowie der derzeit angespannten sportlichen Situation fand am vergangenen Freitag das erste Traditionstreffen ehemaliger Spieler des FC Karl-Marx-Stadt sowie des Chemnitzer FC statt. Initiator Stefan Fritzsche hatte mit rund 100 Gästen gerechnet. Aber es dürften wohl doppelt so viele gewesen sein, die der Einladung ins Forsthaus Grüna gefolgt waren.

Meisterelf von 1967 stark vertreten

So waren auch die Spieler der Meisterelf von 1967 zahlreich vertreten, unter anderem saßen Eberhard Vogel, Fritz Feister und Claus Kreul am Tisch. "Als ich die Einladung bekam, habe ich keinen Moment gezögert und sofort zugesagt", war von Kreul zu erfahren. "Ich habe viele Spielerkollegen von damals lange nicht gesehen. Gemeinsam haben wir in Erinnerungen gekramt, die ich heute nicht missen möchte", sagte der 73-Jährige, der heute in Haldensleben bei Magdeburg wohnt, aber aus dem vogtländischen Erlbach stammt. Michael Kompalla, der in den 1980-er Jahren das Tor des FC Karl-Marx-Stadt hütete, freute sich nicht nur darüber, dass seine alten Kumpels wie John Bemme , Uwe Heß oder Steffen Ziffert im Forsthaus dabei waren. "Es ist auch schön, dass ich mit den Meister-Kickern von einst mal ganz in Ruhe ins Gespräch kommen kann", sagte der Ex-Torwart.

Jürgen Bähringer darf nicht fehlen

Eine starke Fraktion bildeten auch die Spieler, die zu Zeiten der politischen Wende im Europacup für Aufsehen sorgten und damals Boavista Porto und den FC Sion bezwangen. So frischten zum Beispiel Steffen Heidrich, Ulf Mehlhorn, Lutz Wienhold und Holger Hiemann ihre Erinnerungen auf. Die Liste der ehemaligen Spieler und Trainer, die sich in Grüna einfanden, ist lang. So waren auch Gerd Schädlich, Herman Kretschmann und natürlich FCK-Legende Jürgen Bähringer dabei. "Ich bin von der Resonanz überwältigt. Vielleicht entsteht daraus eine Tradition. Mein Dank gilt zudem allen Privatleuten und Sponsoren, die das Treffen möglich machten", sagte Cheforganisator Stefan Fritzsche.