"Es ist doch mein Job, Bälle zu halten"

Fussball Kevin Tittel gibt sich nach seiner Galaleistung bescheiden

es-ist-doch-mein-job-baelle-zu-halten
Kevin Tittel hielt gegen Jena den Sieg fest. Foto: Harry Härtel

Der Jubel war riesengroß, als der Chemnitzer FC am vergangenen Samstag zu Hause den FC Carl-Zeiss-Jena 1:0 bezwang und dadurch erstmals seit Oktober 2017 in der 3. Liga wieder punktete. Doch nun geht es daran, diese drei Zählern zu veredeln. Die Hürde dafür ist durchaus sehr hoch, denn am kommenden Freitag muss der CFC ab 19 Uhr beim Tabellennachbarn VfL Osnabrück antreten. Mit einem Sieg könnten die Himmelblauen am VfL vorbeiziehen und die Abstiegsplätze verlassen. Mit einer Niederlage wäre Chemnitz wieder dort, wo es schon vor dem Jena-Spiel stand, nämlich in allerhöchster Abstiegsgefahr!

Kunz fällt definitiv aus

Definitiv fehlen wird Torhüter Kevin Kunz. Er zog sich am vergangenen Spieltag eine Schultereck-Gelenksprengung zu und fällt länger aus. Dafür steht wieder Kevin Tittel zwischen den Pfosten. Der 1,93 Meter große Torwart war gegen Jena in der 7. Minute für Kunz aufs Feld gekommen "Ich konnte gar nicht groß nachdenken, habe mich umgezogen und schon ging es los", sagte Tittel, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag gefeiert hatte. Der gebürtige Hamburger reagierte im Spielverlauf mehrmals hervorragend. "Er hat uns am Leben gehalten", sagte schließlich CFC-Cheftrainer David Bergner. Tittel musste auf diesen Punktspiel-Einsatz sehr lange warten.

Erstes Ligaspiel seit knapp zwei Jahren

Am 1. März 2016 stand er zuletzt gegen die SG Sonnenhof Großaspach einige Minuten zwischen den Pfosten. Doch seine Rolle als Nummer Zwei füllt er engagiert aus. "Sicherlich wäre etwas mehr Spielpraxis nicht schlecht. Aber ich habe schon im Sachsenpokal oder diversen Testspielen meine Einsätze gehabt und werde weiter auf meine Chance warten", sagte der Keeper. Er persönlich nahm seine Leistung gegen Jena gar nicht so wichtig. "Es ist doch mein Job, Bälle zu halten", sagte er trocken.