„Es wird ein schwieriger Weg“: OB und Spitzenpolitiker setzen sich für das Congress Hotel ein

Beschäftigte des Congress Hotels kündigten an, um den Fortbestand zu kämpfen

Chemnitz

Vergangene Woche wurde bekannt, dass das Congress Hotel im Zentrum von Chemnitz zum 31. Januar schließen soll (BLICK.de berichtete).

Beschäftigte des Congress Hotels wollen um Fortbestand kämpfen

Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in einer offiziellen Pressemitteilung nun mitteilt, wollen die Beschäftigten des Congress Hotels Chemnitz sich mit der angekündigten Schließung des Hauses nicht abfinden. Auf einer Versammlung am Freitag beschlossen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter demnach, für den Fortbestand des Hotels zu kämpfen.

Aufruf in sozialen Medien

Unter dem Hashtag #savethehochhaus rufen die Beschäftigten ehemalige Gäste dazu auf, ihre Erlebnisse im Congress Hotel in den sozialen Medien zu teilen und sich für den Fortbetrieb des 97 Meter hohen Gebäudes auszusprechen, heißt es weiter von der NGG.

Unterstützung von Gregor Gysi

Nach Angaben der NGG erhält die Belegschaft dabei auch Unterstützung von Gregor Gysi (Alterspräsident des Bundestages und LINKEN-Politiker), der sich in einem Video zur Hotel-Schließung äußerte.

 

NGG fordert Prüfung von Alternativen zur Schließung

Thomas Lißner von der NGG Dresden-Chemnitz erklärt: „Die nächsten Wochen sind entscheidend! Wir fordern vom derzeitigen Betreiber sowie dem Eigentümer des Hauses, der Immobilienfirma Aroundtown, andere Pläne als die Schließung des Hauses zu prüfen.“

„Es geht um Zukunft des Hauses und der Belegschaft!“

Lißner führt weiter aus: „Es geht um Zukunft des Hauses und der Belegschaft! Dafür brauchen wir auch die Unterstützung der Stadt und Politik, damit das seit über 50 Jahren bestehende und geschichtsträchtige Hotel weiterbetrieben werden kann und nicht dem Verfall preisgegeben wird. Eine Rettung ist möglich, wenn der Wille dazu da ist.“

Weitere Aktionen angekündigt

Wie die Gewerkschaft weiter mitteilt, planen die Beschäftigten in den kommenden Wochen weitere Aktionen. Ziel sei es, den Druck auf Betreiber und politische Verantwortliche aufrechtzuerhalten.

Oberbürgermeister Sven Schulze äußert sich ebenfalls

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sehe der Oberbürgermeister Sven Schulze nach der kurzfristig angekündigten Schließung des Chemnitzer Congress Hotels keine einfachen Lösungen. Die Schließung treffe die Stadt an einer sehr sensiblen Stelle, sagte der SPD-Politiker im Stadtrat. „Es wird ein schwieriger Weg.“ Die Stadt bringe sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv ein, werde aber kein Hotelbetreiber sein können.

Gespräche mit Mitarbeitern und Eigentümern

Nach einem Gespräch mit den Mitarbeitern am Dienstag habe er am Mittwoch mit dem Eigentümer der Immobilie gesprochen. Schulze sprach von einem konstruktiven Austausch, zu dem jedoch Vertraulichkeit vereinbart sei. Im Mittelpunkt stünden nun die etwa 40 Beschäftigten des Hotels, sagte er. Dass der Betriebsrat derzeit über einen Sozialplan verhandle, sei wichtig und gut. Die beiden Geschäfte im Erdgeschoss der Immobilie können laut Schulze weiter betrieben werden.

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