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Für den halben Fahrpreis zur Schule

Stadtrat Übernahme von Beförderungskosten auf der Tagesordnung

Entsprechend einem Stadtratsbeschluss von Anfang des Jahres schlägt die Stadtverwaltung nun eine Änderung der Satzung zur Schülerbeförderung vor, über die der Stadtrat in der kommenden Woche abstimmen muss. Dabei geht es um die Übernahme der Kosten für die Fahrten von Zuhause zur Schule und zurück. Vorgeschlagen wird eine Übernahme von bis zu 50 Prozent der Kosten für eine Monatskarte des Öffentlichen Personennahverkehrs. Genau die Hälfte des Fahrpreises will die Verwaltung zunächst für CVAG-Tickets übernehmen - auch nach der in Aussicht stehenden Preiserhöhung des Chemnitzer Verkehrsbetriebs im Sommer. Dann betrüge der Elternanteil an den Beförderungskosten 16,25 Euro monatlich. "Dadurch entstehen für 2014 Mehrkosten von 21.227 Euro, für 2015 von 323.763 Euro", teilte Sozialbürgermeister Philipp Rocholt mit. Die zusätzlichen Ausgaben sollen an anderer Stelle kompensiert werden: bei den besonderen Beförderungsleistungen von Schülern mit Handicaps. Derzeit erhalten 449 Schüler aus Chemnitz und Umland zeitlich unbegrenzt kostenintensivere Extra-Fahrten zur Schule bezahlt, beispielsweise in Klein-Bussen. Künftig soll ab der dritten Klasse geprüft werden, ob sie auch den regulären Linienverkehr nutzen könnten: "Das wird immer eine Einzelfall-Prüfung", erklärte Rocholt. Derzeit könnte dies bei 124 der zumeist lern- oder anders behinderten Schüler der Fall sein. Für Rocholt ist die Kompensationsmaßnahme auch ein Beitrag zur Inklusion: "Wir wollen, dass auch diese Kinder in die Gesellschaft integriert werden und möglichst selbstständig leben lernen." Die Maßnahme sei mit dem Behindertenbeauftragten und dem Behindertenbeirat diskutiert worden und auch bei diesen Gremien auf Zustimmung getroffen, so Rocholt.