Fachkräfte in der Region halten

Neugründung Allianz mehrerer Partner

Eine erste Sitzung mit den maßgebenden Partnern der neu gegründeten "Chemnitzer Fachkräfteallianz" fand vergangenen Donnerstag im Rathaus statt. Die neue Allianz will sich ab dem nächsten Jahr vor allem um die Sicherung von Fachkräften in der Region kümmern, um als attraktiver Industriestandort Arbeitsplätze zu sichern und neu zu schaffen. Als Problem nennt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig den "demografisch bedingten Fachkräftemangel" und dass es zurzeit "mehr Ausbildungsbedarf als Schulabgänger" gibt. Mit der verstärkten Zuwanderung und der wichtigen Integration von Migranten in den heimischen Arbeitsmarkt ist ein zusätzliches Thema entstanden, was Ludwig als Chance sieht. Der neue Chef der Chemnitzer Wirtschaftsförderungsgesellschaft CWE, Sören Uhle, stellte die geplanten Aktivitäten für den Projektzeitraum 2016 bis einschließlich 2019 vor. Im nächsten Jahr stehen Chemnitz von den vom Freistaat gegebenen Fördergeldern 312.000 Euro zur Verfügung. Uhle will bereits bestehende Initiativen zur Fachkräftesicherung intensivieren bzw. "veredeln", wie er sagt, Kampagnen und Veranstaltungen starten und die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. Konkrete Fördermaßnahmen sollen benannt (Januar), ein Handlungskonzept unterzeichnet (Februar) und erste Projektideen bei der Sächsischen Aufbaubank (März) eingereicht werden, so der Zeitplan Uhles für Anfang 2016. Zur Allianz gehören außerdem die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, IHK und Handwerkskammer, die Sächsische Bildungsagentur und Gewerkschaften.