Faires Angebot für Schmierfinken

Circus Afrika Tierschützer greifen zu radikalen Mitteln

Hardy Weisheit vom Circus Afrika traute am Montag seinen Augen nicht, als er an seinem Wohnwagen das Wort "Tierquäler" lesen musste. Schon zur Premiere am vergangenen Freitag versammelten sich Tierrechtler zu einer Protestaktion vor dem Hartmannplatz. Am Wochenende verbreiteten unbekannte Tierschützer ihre Meinung über das 15-köpfige Ensemble sogar auf illegalem Wege: "Plakate werden in allen Stadtteilen zerschnitten oder überklebt. Bei fünf Euro pro Plakat ist das kein Pappenstiel", so Hardy Weisheit, der auch die Zurückhaltung der Polizei beklagt. "Tierschützer dringen bis auf das Gelände vor und sind bereits wieder verschwunden, wenn die Beamten anrücken. Das Ergebnis: Am Wochenende wurden Wohnwagen, Zelte und Kassenhäuschen von unbekannten Tätern mit Farbe beschmiert, die wir nicht ohne Weiteres wieder abwischen können. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 6.000 Euro." Die Chemnitzer lassen sich von den Protesten der Tierschützer aber scheinbar nicht beeindrucken. So konnte der Circus Afrika bis gestern bereits knapp 10.000 Besucher verbuchen. Weisheit: "Wir haben in der Stadt ein dankbares Publikum vorgefunden, das sich von Gerüchten und Vorurteilen nicht abschrecken lässt. Mittlerweile legen wir während der Veranstaltung eine 15-minütige Pause ein, damit Besucher einen Einblick in alle Gehege erhalten und sich selbst von der artgerechten Tierhaltung überzeugen können. Das ist das fairste Angebot, das wir machen können." Das Programm "Magie des Dschungels" gibt es Donnerstag 16 Uhr sowie Freitag und Samstag jeweils 15 und 18 Uhr, Sonntag 11 und 15 Uhr zu erleben.