Falsche Blutspuren, verdächtige Beobachtungen und ein schläfriger Hund

Rückblick Die etwas anderen Polizeieinsätze des Jahres 2017

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Das ist Bulldogge Lenni. Foto: Polizei

Mehr als 107.000 Einsätze mussten die Beamten der Polizeidirektion Chemnitz im vergangenen Jahr bewältigen. Da gibt es in der Regel wenig zu lachen, doch einige Einsätze blieben den Polizisten in erster Linie wegen ihrer Kuriosität im Gedächtnis.

Mutmaßliche Einbrecher und Blutspuren im Treppenhaus

Ein Pizzabote, der für einen Einbrecher gehalten wurde oder vermeintliche Bagger-Diebe, die das Baugerät lediglich zum Schneeräumen umfunktionierten, hielten die Polizei beispielsweise im Januar auf Trab.

Über augenscheinlich massive Blutspuren in einem Treppenhaus in der Blankenauer Straße wurde die Polizei im Februar von einer Frau informiert. Die Beamten nahmen sich der Sache mit dem Ergebnis an, dass es sich bei den gesichteten Spuren lediglich um die Abdrücke von Hundepfoten, nicht um Blutstropfen handelte.

Wegen eines mutmaßlichen Garagenaufbruchs wurde die Polizei am 25. Februar zu einem Garagenkomplex in Gablenz gerufen. Schließlich konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden: Sturmtief Thomas.

Verdächtiges Graben und ein mutmaßliches Chemielabor

Wegen eines mutmaßlichen Chemielabors in einem Mehrfamilienhaus in Altchemnitz rief man die Polizei im März. Am Ende kam heraus, dass lediglich versucht wurde, Parfüm herzustellen.

Im Juli beobachtete ein Mann in der Wolgograder Allee etwas Verdächtiges. Ein Paar vergrub an einem Spielplatz augenscheinlich etwas in einem Gebüsch. Wie sich herausstellte, beschäftigte sich das Paar mit Geocaching und hatte dort eine neue Spur gelegt.

Und zu guter Letzt: Die schlafende Bulldogge Lenni

Ein Verkehrsunfall in Erdmannsdorf entwickelte sich am 4. Dezember zu einem der kuriosesten Einsätze 2017. Während ein Polizist den Verkehr an der Unfallstelle vorbeileitete, kam eine Englische Bulldogge aus einem nahen Wald angetrottet. Als einer der Polizisten vor Ort die Schiebetür eines Funkstreifenwagens öffnete, hopste die Bulldogge auf die Rückbank und machte ein Nickerchen. Lenni, so der Name der Bulldogge, wurde von seinem letzten Besitzer offensichtlich im Wald bei Erdmannsdorf ausgesetzt. Mittlerweile ist Lenni in eine neue Familie vermittelt.