• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

"Familiär und freundlich": Das sagen die Kosmonauten zum besonderen Festival

Musik Trettmann, Olli Schulz und Kraftklub beeindrucken die Menge

Nachdem sich gestern mit den spektakulären geheimen Headlinern der erste Tag des diesjährigen Kosmonaut-Festivals allmählich dem Ende neigte, stand der zweite Tag der Veranstaltung in den Startlöchern. Und der begann für die Besucher auf dem Zeltplatz mit einem ganz besonderen Weckruf: Casper und Marteria rockten den Platz und brachten auch die letzte Schlafmütze dazu, aus den Federn zu kommen. Und so begann der zweite Tag am Stausee Rabenstein!

Schnell von einer Bühnen zur anderen

Während Künstler wie Olli Schulz, Trettmann und später natürlich Kraftklub, auf den Bühnen standen und eine große Party feierten, war BLICK-Reporterin Kim Hofmann auf dem Gelände unterwegs, um die Meinungen der Besucher einzufangen.

"Wir freuen uns natürlich auf Kraftklub", sagten so zum Beispiel Stefanie und Sabrina aus Augsburg. Sie waren erst Samstag angereist, aber wären gern bei Headlinern am Freitagabend dabei gewesen. "Das war natürlich schade. Besonders, weil wir richtig getippt haben", sagen sie. Und was wünschen sich die beiden Frauen für das nächste Jahr? "Mehr bekannte Bands samstags, und ganz besonders die Beatsteaks."

Auch Manu war erst am Samstag dazugestoßen. Aus Wien kommend, hat er einen weiten Weg für das Chemnitzer Kult-Festival zurückgelegt. Dafür gibt es klare Gründe. "So viele A-Musiker mal zu sehen ist einzigartig", sagt er, "und auch, dass man bei manchen nicht mal weiß, dass sie kommen, wie bei Casper und Marteria." Weiterhin seien andere Festivals nicht so kompakt und bieten nicht die Möglichkeit, so schnell von einer Bühne zur anderen zu kommen.

"Olli ist einfach ein cooler Typ"

Eine weitere Besonderheit des Kosmonaut-Festivals ist für Sabine aus Plauen auch das familiäre. "Hier mischen sich die Künstler einfach unter die Menge, das ist schon cool", sagt sie. Auch die Lage am See sei ein besonderes Highlight. Allerdings hat sie einen besonderen Wunsch für das nächste Festival. "Wasser auf den Toiletten wäre nicht schlecht", lacht sie. Währenddessen gibt gerade Olli Schulz sein Bestes auf der Hauptbühne. Mit viel Witz, Indie-Rock und Spaß heizt der aus der Sendung "Circus Halligalli" bekannte 44-Jährige den Kosmonauten ein. "Olli ist einfach ein cooler Typ", meinen Sabine und ihr Begleiter, "er ist ein Entertainer und es macht Spaß, ihm zuzuschauen."

Die beiden freuten sich auch besonders auf Trettmann, einen aus Chemnitz stammenden Rapper, der unter anderem durch Gastauftritte auf Alben von RAF Camora und Bonez MC bekannt wurde. Erstere waren ebenfalls als Künstler auf der Hauptbühne vertreten.

Schon als eine DJane hinter das Pult tritt, ist die Menge vor der Hauptbühne bester Stimmung. Spätestens als Trettmann selbst die Bühne betritt, können sich einige Fans nicht mehr halten. Der Bass dröhnt in den Ohren und alle haben Spaß.

Nächstes Jahr mit Alligatoah?

Ein weiterer Festival-Besucher mag das Kosmonaut auch besonders wegen der Teilnehmer. "Ich habe hier noch nie jemanden getroffen, der unfreundlich ist", meint David. "Die Umgebung ist auch richtig schön; man kann auf der Wiese sitzen und im See schwimmen und trotzdem den Künstlern zuhören." Aber auch er hat einen konkreten Künstler-Wunsch für das nächste Kosmonaut: "Ich würde mir Alligatoah wünschen, der ist einfach der Hammer."

"Beim Siggi", einer der Nebenbühnen, kamen Fans der elektronischen Musik auf ihre Kosten. Besonders bei WOS hatten die Tänzer Spaß und genossen die etwas gemütlichere Atmosphäre.

Mini-Golf, Klettern und Stempel

Neben den Künstlern selbst gab es aber auch andere Aktivitäten, mit denen man sich die Zeit bis zum Lieblings-Act vertreiben konnte. So hatten die Kosmonauten besonders beim Mini-Golf oder an der Kletterwand ordentlich Action, obwohl der Stausee mit viel Badespaß auch viele Besucher reizte. Die Veranstalter hatten sich auch noch eine ganz besondere Erinnerung überlegt: Ein Stempelheft, das man über das Gelände verteilt an verschiedenen Stationen befüllen lassen konnte und am Ende ein Abzeichen bekam.

Das Highlight des Abends hieß für die meisten natürlich: Kraftklub! Als die Chemnitzer auf die Bühne traten und die schreiende Menge begrüßten, waren alle Kosmonauten hin und weg und trällerten zu bekannten Hits wie "Songs für Liam" oder "Schüsse in die Luft" mit. Und so neigte sich auch der letzte Tag langsam dem Ende. Und was ist das Fazit? "Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!", meint Laura aus Leipzig, während alle Kosmonauten allmählich in ihre Rakten bzw. Zelte kletterten und vom nächsten Festival 2019 träumten.

#kosmonaut18



Prospekte