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Fanny will Erfolg am Broadway

Premiere Ab Samstag sucht das "Funny Girl" den amerikanischen Traum

Die Welt könnte so schön sein: Wenn du talentiert bist und fleißig, dann kannst du etwas aus dir machen. Doch meist gehört zum Erfolg noch etwas mehr: gutes Aussehen vielleicht. Oder Vitamin B - Beziehungen. Das muss auch Fanny Brice spüren, die aus ärmlichen Verhältnissen an den New Yorker Broadway strebt. Eine Idealbesetzung ist sie nicht, gemessen an den Ansprüchen der Show- und Glamourmeile - gleichwohl kann sie sich durchsetzen und schon bald liegt ihr das vergnügungssüchtige New Yorker Publikum zu Füßen. Der "amerikanische Traum" erfüllt sich für Fanny Brice - doch ist sie damit auch glücklich?

Es ist eine wahre Geschichte, die dem Musical "Funny Girl" zugrunde liegt. Ab Samstag kommt es in der Oper auf die Bühne (und wird in den kommenden Wochen dann hoch und runter gespielt). Die Musical-Fassung der Geschichte besticht durch temporeiche Choreografien, bekannte Songs wie "People" oder "The Music that makes me dance" und Dialoge zwischen Ernsthaftigkeit und Witz. Barbara Streisand erhielt für ihre Filmrolle als Fanny einen Oscar. Der ist für Frederike Haas noch ein Stück weit entfernt - sie tanzt und singt in der Chemnitzer Premiere die Hauptpartie. Die Bühne von Harald B. Thor ist aufwendig, die Kostüme von Susanne Hubrich farbenprächtig - die Produktion realisierten Theater Chemnitz gemeinsam mit Häusern in Dortmund und Nürnberg, wo sie bereits das Publikum mitriss. Ganz originär chemnitzerisch hingegen ist die musikalische Leitung. Die obliegt Tom Bitterlich, der nicht nur in der Stadt geboren ist, sondern hier schon Musicals wie "Fame", "Falco meets Amadeus" oder "Aida" zu Erfolgen führte.