FCK 1989: Junge Truppe schrieb Geschichte

Bilanz Erst gegen den späteren Cup-Gewinner war Endstation

Nach seinem ersten internationalen Gastspiel auf Landesmeisterebene, dass für den FC Karl-Marx-Stadt 1967 nach zwei Niederlagen gegen den RSV Anderlecht (1:3, 1:2) schnell beendet war, mussten die Fans mehr als zwei Jahrzehnte warten, bis wieder internationaler Fußball-Wind durch die Stadt wehte. Möglich wurde dies, weil zunächst Trainer Heinz Werner und anschließend Hans Meyer mit jungen Spielern wie Lutz Wienhold, Torsten Bittermann, Sven Köhler oder Rico Steinmann eine junge und erfolgreiche Truppe formierten. Die Saison 1988/89 schlossen die Himmelblauen als Tabellendritter ab - die Qualifikation für den UEFA-Cup war geschafft.

Die einzelnen Stationen kurz beleuchtet

In der ersten Runde gewann der FC Karl-Marx-Stadt am 13. September 1989 durch ein Tor von Sven Köhler gegen Boavista Porto 1:0. Im Rückspiel lagen die Himmelblauen in der Verlängerung schon 0:2 hinten, bevor erst Steffen Heidrich verkürzte und Ulf Mehlhorn mit dem 2:2 kurz vor dem Abpfiff am Weiterkommen keinen Zweifel ließ. In der zweiten Runde musste der FCK zunächst auswärts beim FC Sion bestehen. In der Schweiz brachte Thomas Laudeley die Himmelblauen in Front (25. Minute ), dennoch ging es mit einer 1:2 Niederlage nach Hause. In der Regenschlacht vom 1. November 1989 gewann Karl- Marx-Stadt dann im Ernst-Thälmann-Stadion (heutiges Sportforum) gegen Sion 4:1 (Tore: Steffen Ziffert, Rico Steinmann, Lutz Wienhold, Thomas Laudeley). Das Aus kam dann in der 3. Runde gegen den späteren Cup- Sieger Juventus Turin. Nach der 1:2 - Hinspielniederlage (Tor: Wienhold) verlor der FCK zu Hause am 6. Dezember 1989 0:1.

 

BLICK beleuchtet in einer Sonderserie zwei Highlights in der Vereinshistorie des FC Karl-Marx-Stadt/Chemnitzer FC. Lesen Sie morgen im zweiten Teil die Erlebnisse der Fans, die den FCK im Herbst 1989 mit einem Sonderzug nach Turin begleiten durften.