FCK und CFC furios: Wer erinnert sich noch?

FUSSBALL Vor 20 und 30 Jahren sorgten die Himmelblauen für Sternstunden der Vereinsgeschichte - BLICK sucht "Zeitzeugen" dieser Höhepunkte

Das Jahr 2019 hatte mit dem Wiederaufstieg in die 3. Liga und dem Sachsenpokalsieg für die Fans des Chemnitzer FC aus sportlicher Sicht viele Gründe zum Feiern. Gleichzeitig stehen beim Traditionsverein in diesem Jahr auch zwei geschichtsträchtige Jubiläen ins Haus.

Europapokalschlachten und eine Fanfahrt nach Turin

In der Oberliga-Saison 1989/90 trat der damalige FC Karl-Marx-Stadt unter Regie von Hans Meyer im Europapokal an und präsentierte sich auf europäischer Bühne. Zu den drei Heimspielen im Sportforum kamen insgesamt 68.600 Zuschauer und erlebten live das 1:0-Siegtor von Sven Köhler gegen Boavisto Porto oder den 4:1-Triumph gegen den FC Sion. 430 Fans saßen im Sonderzug nach Turin und unterstützten den FCK im Stadio Comunale. Im dichten Nebel gingen die Chemnitzer durch Lutz Wienhold mit 1:0 in Führung, verloren aber knapp mit 1:2. Im letzten Europapokalspiel des FC Karl-Marx-Stadt musste man sich gegen Turin am 22. November 1989 knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Kunze und Kujat schießen den "Club" in Liga 2

1999 spielte der Chemnitzer FC eine überragende Regionalligasaison und feierte die Meisterschaft. In der Relegation trafen die Himmelblauen unter Leitung von Chefcoach Christoph Franke auf VfL Osnabrück. Am 30. Mai 1999 reisten über 1.000 Chemnitzer Schlachtenbummler mit an die Bremer Brücke und erlebten eine 0:1-Niederlage. Eine Woche später, am 6. Juni, kam es zum Aufstiegskrimi im ausverkauften Stadion an der Gellertstraße, und der CFC siegte unter tosendem Applaus der himmelblauen Fans dank der Tore von Danilo Kunze und Ronny Kujat mit 2:0 und sprang in Liga 2.

Aufruf: Wer Erinnerungen an eine oder sogar beide Sternstunden des Vereins hat, kann sich per E-Mail an redaktion@blick.de mit Geschichten und Fotos aus dieser Zeit melden.