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Film von Studierenden kommt auf den ersten Platz

Bürgerpreis Drei Projekte zum Thema Stadtjubiläum ausgezeichnet

Am Montag hat die Bürgerstiftung Chemnitz wieder ihren Bürgerpreis verliehen. Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen jeweils ein ehrenamtlicher Bereich im Vordergrund stand, sollten dieses Jahr Projekte ausgezeichnet werden, die sich mit dem Stadtjubiläum beschäftigen und mit der Geschichte und Gegenwart der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner auseinandersetzen.

Der erste, mit 1000 Euro verbundene Preis, geht an das Projekt "Saleh und Maja" der TU Chemnitz. 50 Studierende drehten an mehreren Orten der Stadt einen Kurzfilm, der das Thema "Kulturübergreifende Liebe" diskutiert. "Nicht nur vor der Kamera spielen Interkulturalität und Toleranz eine wichtige Rolle", berichtet Aufnahmeleiterin Mira Sophie Brünner: "Auch Crew und Cast selbst setzen sich aus einer bunten Mischung aus Studenten und Freiwilligen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft zusammen."

Der Film habe bereits während der Dreharbeiten die Hoffnung, eine Welt mit mehr Dialog, Diversität und Respekt zu schaffen, in einem kleinen Rahmen erfüllt. Die Studierenden drehten im Lokomov, im Flüchtlingsheim, an einer Tankstelle und nach einigen Diskussionsrunden gab es auch die Drehgenehmigung für das Tietz.

"Kinderstadt" und "Pochen"

Der zweite, mit 600 Euro dotierte Preis, geht an das Projekt "Kinderstadt" des Vereins Auxilium Chemnitz. Hunderte Kinder haben im Sommer dabei im Küchwald eine mittelalterliche Kinderstadt erbaut und mit Leben erfüllt. Sie wählten wöchentlich einen Bürgermeister, führten eine eigene Währung ein, den Unicent, und schufen eigene politische und Verwaltungsstrukturen.

Der dritte Preis der Bürgerstiftung wurde an "Pochen" vom Spinnerei Verein in Kooperation mit Akteuren der Stadt vergeben. Den Kern von "Pochen" bildet eine Ausstellung für multimediale Kunst, die sich mit der Wismut-Thematik auseinandersetzt und das historisch gewachsene Thema innovativ untersucht und interpretiert.