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Filmnächte 2019 verzeichnen Rekordergebnisse

BILANZ Planungen für 2020 angelaufen - Festivalzeitraum in Abstimmung mit Theaterplatz-Nachbarn

Mit über 35.000 Besuchern konnten die Filmnächte Chemnitz in der abgelaufenen Saison 2019 einen neuen Zuschauerrekord verzeichnen. 72 Filmvorstellungen zählten über 18.500 Besucher. Zwei Vorstellungen mussten witterungsbedingt ausfallen bzw. abgebrochen werden, eine Vorstellung konnte aus technischen Gründen nicht stattfinden - bei diesen Filmen hatten sich zusätzliche 900 Menschen zu einem Besuch entschlossen, gingen letztlich aber nicht als Gäste in die Statistik ein. Erfolgreichste Filme 2019 waren "Bohemian Rhapsody" (1026 Besucher), "Der Junge muss an die frische Luft" (1010), der Filmnächte-Auftakt mit "A Star Is Born" (912), "Rocketman" (843) und "Aladdin" (721) - dies bedeutete zugleich auch fünf ausverkaufte Abende (gemessen an der regulären Platz-Kapazität). Mit über 1000 Gästen verlief auch das erste achttägige Filmnächte-Tageskino vielversprechend - auch hier lassen sich zu den zahlenden noch circa 300 Nicht-Zahlende Gäste addieren: Besucher unter fünf Jahren müssen bei den Filmnächten Chemnitz nicht bezahlen. Weniger Erfolg erzielten in diesem Jahr die beiden Mitternachtsfilme mit jeweils unter 100 Besuchern - sicher auch dem Wetter in eben diesen August-Nächten geschuldet: "Insgesamt verlief der Juli auf der Filmseite witterungsbedingt etwas erfreulicher als der August", so Michael Claus: "Insbesondere die unklare Wettersituation erschwerte uns in der zweiten Halbzeit die Planungen."

Zur Rekordzuschauerzahl trugen darüber hinaus fünf Konzert-Ereignisse mit 16.500 Besuchern bei. Die größte Zahl an einem Abend konnte Altmeister John Fogerty mit über 4500 Gästen auf sich vereinen, aber auch das Sitzplatzkonzert "Classics unter Sternen" war mit über 3000 Besuchern ausverkauft. "Man kann an den Besucherzahlen ablesen, welche herausragende Bedeutung die Konzerte für das Open-Air-Erlebnis im Kulturquartier Theaterplatz haben", so Michael Claus. Auch für eine wirtschaftliche Durchführung der gesamten Filmnächte-Saison sind sie unabdingbar, weil sich Konzerte weniger witterungsabhängig verkaufen - bei den diesjährigen Konzerten auf dem Theaterplatz wurden über 95 Prozent der 16.500 Tickets teils Wochen und Monate im Vorverkauf abgesetzt.

Perspektiven auf das Kulturquartier Theaterplatz

Michael Claus: "Für mehr attraktive musikalische Gäste und eine noch belebtere 'Stadt nach Acht' wäre eine Ausweisung des Kulturquartiers Theaterplatz als von der Innenstadt unabhängige Immissionszone mit einer größeren Zahl frei wählbarer Termine für 'Seltene Ereignisse' notwendig. Gern würden wir Konzerte anbieten, die länger als 22 Uhr andauern dürfen", so Michael Claus. Darüber hinaus wünscht er sich Investitionen in die Infrastruktur des Theaterplatzes, die allen Anrainern zugutekommen würden, zum Beispiel eine platzeigene Stromversorgung oder auch gemeinsame Produktionslösungen für Besucher und Künstler: "Wir werden in den kommenden Wochen mehrere Gespräche dazu führen, insbesondere auch mit den Führungsspitzen des Kulturbetriebs, der Theater Chemnitz und der Kunstsammlungen Chemnitz", kündigt Claus an.

Dabei wird es auch um die Jubiläums-Saison der Filmnächte Chemnitz gehen - im kommenden Jahr feiert das Ereignis seinen zehnten Geburtstag. "Wir freuen uns, wenn wir in den nächsten Wochen den genauen Veranstaltungszeitraum fixieren und dann in die Vorbereitung starten können", so der Festivalleiter. Ein Ereignis ist bereits terminiert: "Classics unter Sternen" wird am 22. August auf den Theaterplatz zurückkehren. Start- und Schlusstag der Filmnächte Chemnitz 2020 sind hingegen noch unklar, da hier die Planungen der Theaterplatz-Nachbarn Berücksichtigung finden müssen.

"Entsprechend können auch noch keine weiteren Konzerte angekündigt werden - obwohl wir das gern bereits heute tun würden", so Claus. Er betont: "Die Zukunft der Filmnächte Chemnitz wird nicht nur von unserem Kulturschaffen und der Resonanz unserer Gäste bestimmt, sondern maßgeblich auch vom politischen Willen, Kulturengagement abseits der kommunalen Veranstaltungshäuser langfristig und verbindlich zu ermöglichen und zu unterstützen.

Inhaltlich planen die Filmnächte Chemnitz neben dem "regulären" Kino- und Konzertprogramm eine Ausweitung des Tageskinos sowie eine Verstetigung des Plattform-Projekts "TUN - 15 Minuten für dein Projekt". "Für dieses Jahr möchte ich mich bei allen Beteiligten und Mitwirkenden herzlich bedanken", erklärt Michael Claus: "Alle Partner und Medienpartner, das gesamte Filmnächte-Team und unsere Kooperationspartner haben eine hervorragende Arbeit geleistet, die zum diesjährigen Rekordergebnis der Filmnächte Chemnitz beigetragen haben."



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