Fische als neue Nachbarn

Projekt Initiative baut Aquaponik-Anlage in Chemnitz

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Antje Rausch zeigte am Wochenende eine Aquaponik-Anlage auf der Frühlingsmesse. Foto: Steffi Hofmann

Wenn alles klappt, wird in zwei Jahren auf dem Sonnenberg an der Peterstraße 28 eine große Aquaponik-Anlage stehen. Was das ist? Einfach erklärt: Ein nahezu abgeschlossenes Kreislaufsystem, bei dem sich Fische und Pflanzen gegenseitig unterstützen. Der Kot der Fische dient als Nährstoffe für die Pflanzen - unter anderem Salat, Basilikum und Tomaten - und mithilfe der Wurzeln der Pflanzen wird das Wasser gereinigt, das danach wieder zu den Fischen geleitet werden kann.

Fische und Pflanzen unterstützen sich gegenseitig

Sowohl die Tiere als auch die Pflanzen wachsen und gedeihen dank dieses Kreislaufs. Und geerntet wird auch. In einem Bioladen soll es die Fische, vor allem Karpfen und Tilapia, und das angepflanzte Gemüse zu kaufen geben. Die Baugenehmigung haben die Mitarbeiter der Delphin-Projekte gGmbH bereits in der Tasche. Nun muss das Gebäude saniert werden. Zudem wird ein großer gläserner Glasturm in das Haus integriert, in dem oben die Pflanzen mit viel Lichtbestrahlung wachsen können und unten die Aquarien für die Fische aufgestellt werden.

Insgesamt drei Testanlagen betreiben die Delphin-Mitarbeiter im Nachbarhaus schon jetzt - die kann man auch besichtigen. Regelmäßig laden die Chemnitzer Aquaponiker Schulklassen ein, um ihnen die Möglichkeiten dieser besonderen Fischzucht und andere Facetten des Stadtgärtnerns näherbringen. Auch auf der Frühlingsmesse hatten sie einen Stand und stellten dort gemeinsam mit dem Bundesverband für Aquaponik eine Testanlage vor, die für viele neugierige Blicke sorgte.