Flüchtlingszahl vervielfacht

Aktuell Bis mindestens Ende Januar knapp 200 pro Woche unterbringen

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig erläuterte gestern den aktuellen Flüchtlings-Verteilungsplan des Freistaates Sachsen. Danach muss Chemnitz bis mindestens Ende Januar 2016 wöchentlich 196 Menschen in der Stadt unterbringen. Jetzt sind es 49. Die Zahl wird schrittweise erreicht. Ab nächster Woche sind es 98, ab 15.12. wöchentlich 147 Flüchtlinge. Ab dem 22.12. werden Chemnitz 196 Menschen zugeteilt, welche in die bestehenden Unterkünfte verteilt werden müssen. Insgesamt wären es dann 2.230 Flüchtlinge in diesem Jahr. "Wir haben bis Ende Januar ausreichend Wohnungen zur Verfügung und brauchen keinen zusätzlichen Notunterkünfte", versicherte Ludwig gestern. "Wir werden auch sehr wahrscheinlich ausreichend Möbel für die Ausstattung haben". In den letzten Wochen haben die Stadt-Bediensteten wegen der angespannten Situation viel gearbeitet. Das müssen sie auch zwischen Weihnachten und Neujahr. "Es müssen sehr viel mehr Mitarbeiter arbeiten als üblich", erläutert das Stadtoberhaupt und hofft, dass sich die Leute solidarisch gegenüber ihren Kollegen zeigen und freiwillig ihren Urlaub, wenn nötig, verschieben. Um das Sozialamt zu entlasten, wird die Organisation der Unterbringung der Asylbewerber in GGG-Wohnungen ab 1.12. die GGG übernehmen. Unterdessen sollen heute die letzten Flüchtlingsfamilien aus der Turnhalle in Markersdorf ausziehen. Bis Januar bleibt sie aber als Puffer zur kurzfristigen Unterbringung von Asylbewerbern eingerichtet, sagt Ludwig. Außerdem wurde mitgeteilt, dass die Baugenehmigung für die Nutzung des Schulungsgebäudes in Einsiedel als Erstunterkunft gestern an den Antragsteller versandt wurde.