Förderpreis für Kulturprojekte

Förderung Kulturmanagement-Jury prämiert ein Zirkus- und ein Radioprojekt

Die Jury des ersten Marktplatzes Kultur und Schule in Sachsen, der in Chemnitz im November 2015 Premiere feierte, hat unter neun eingereichten Projekten aus dem Bereich kulturelle Bildung zwei Förderpreise ausgelobt. Der Hautpreis in Höhe von 500,00 Euro ging an das Projekt "Wir machen Zirkus - und das richtig!" der Schule für Lernförderung Altchemnitz und dem Verein Pyrocatharsis e. V. Mit einem zusätzlichen Sonderpreis konnte das Projekt "Viele Sprachen, eine Welt - Hörspektakel" der Oberschule "Am Flughafen" und dem Radio T e.V. ausgezeichnet werden. Aus Sicht des Kulturbetriebes der Stadt Chemnitz hat sich der erste Marktplatz Kultur und Schule als ein wichtiges Instrument zur Stärkung der kulturellen Bildung in Chemnitz bewährt.

Das für 2016 geplante Zirkusprojekt soll Schülern anschaulich, spielerisch und ästhetisch ermöglichen, den eigenen Körper, den Geist und die eigene Seele zu entdecken und besser wahrzunehmen. Die Kinder und Jugendlichen der Schule für Lernförderung Altchemnitz bedürfen gezielter und individueller förderpädagogischer Unterstützung, um Lernprozesse erfolgreich bewältigen zu können. Durch die Zirkuskunst und mit Hilfe von Pyrocatharsis e. V. sollen sie auf spielerische Weise gefördert werden.

Das mit dem Sonderpreis prämierte Radioprojekt ist eine Ergänzung zum Schulunterricht. Das Projektteam möchte über den spielerischen Umgang mit Sprache und (Heimat-)Kultur ein Hörspektakel erarbeiten, welches bei Radio T ausgestrahlt wird. Der Sonderpreis konnte zusätzlich von der Jury vergeben werden, um Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit zu geben, Kultur mitzugestalten.

Die Projekte sind das Ergebnis des ersten Marktplatzes Kultur und Schule in Sachsen, der im November im Haus Kraftwerk stattfand und vom Büro für städtisches Kulturmanagement organisiert wurde. Am Marktplatz nahmen 76 Teilnehmer aus Schule und Kultur teil. 21 Schulen sowie 30 Kultureinrichtungen waren vertreten, um vor Ort eigene Kooperationsangebote und -gesuche anzubieten. Bei einem kulturellen Speed-Dating im ersten Veranstaltungsteil konnten Pädagogen Vereine und Vertreter aus Kunst und Kultur kennenlernen. Im zweiten Teil der Veranstaltung kehrten die Pädagogen zu den Kulturanbietern zurück, mit denen sie eine Kooperation schließen und ein gemeinsames Projekt initiieren wollten. So entstanden neun Projektskizzen, die für den Förderpreis nominiert waren.