Förderung: 2,4 Millionen Euro für Freie Träger

Kultur Fast 100 Projekte werden unterstützt

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Die Straßen leergefegt: Der Betreiber des Clubkinos - die Chemnitzer Filmwerkstatt - konnte 2016 Fördergeld der Stadt zurückgeben, weil so viele Besucher kamen. Foto: Michael Chlebusch

Förderungen über rund 2,37 Millionen Euro hat der Kulturausschuss des Stadtrates in seiner jüngsten Sitzung für dieses Jahr beschlossen. Sie sollen auf insgesamt 98 Einrichtungen, Vereine und Projekte verteilt werden. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Steigerung um 143.000 Euro, teilte die Stadtverwaltung mit. Insgesamt erhalten 32 Einrichtungen eine institutionelle Förderung.

Zu den größten Fördermittelempfängern gehören unter anderem das Sächsische Eisenbahnmuseum gemeinsam mit den Eisenbahnfreunden "Richard Hartmann" (100.000 Euro), die Sächsische Mozart-Gesellschaft (140.000 Euro), die Neue Chemnitzer Kunsthütte (474.000 Euro - der überwiegende Anteil für die Miete im Tietz), die Macher des Kinder- und Jugendfilmfestivals "Schlingel" (155.000 Euro) sowie die Soziokulturellen Vereine Oscar e.V. und Ufer e.V., die das Weltecho betreiben (zusammen 183.000 Euro), Kraftwerk eV. (263.000 Euro) und Arthur e.V. (120.000 Euro).

Besucherrekord im Clubkino

Auch die Filmwerkstatt Chemnitz kann sich wieder über eine institutionelle Förderung freuen - 2016 konnte der Verein allerdings 20.000 Euro "zurückzahlen", weil das von ihr betriebene Clubkino einen Besucherrekord verzeichnete. Ebenso gehört der Schnitzverein Grüna e.V. zu den Fördermittelempfängern - für den Betrieb des kulturell genutzten Teil des Folklorehofs gibt es 58.000 Euro.

Kein Geld für Filmnächte

Leer gingen hingegen die Veranstalter der Filmnächte am Theaterplatz aus, die knapp 195.000 Euro für die Organisation eines Open-Air-Filmfestivals beantragt hatten - dies wird nun wohl nicht ausgerichtet.

Neben großen gibt es auch zahlreiche kleinere Förderungen - etwa für Theater-, Performance- oder Ausstellungsprojekte, neue Kurzfilme, Konzerte aller möglichen Stilrichtungen, Lesereihen oder Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum. Knapp 38.000 Euro aus den im Haushalt zur Verfügung stehenden Mitteln sind noch nicht vergeben - sie gelten als "Feuerwehrfonds" für spontane Unterstützungen oder Rettungsaktionen.