Förderung für Chemnitzer Modell

Verkehr Freistaat investiert weiter in leistungsfähigen und attraktiven ÖPNV

Für die Erneuerung, Modernisierung und den Ausbau der sächsischen Infrastruktur für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stehen Kommunen und Verkehrsunternehmen in diesem Jahr insgesamt rund 139 Millionen Euro zur Verfügung. Damit ist es erneut möglich, alle angemeldeten Vorhaben fortzuführen oder neu in Angriff zu nehmen, sofern die Fördervoraussetzungen dafür erfüllt sind. "Auch in diesen schwierigen Zeiten halten wir an einer hohen ÖPNV-Förderung fest. Wir möchten mit den Mitteln einen leistungsfähigen, attraktiven ÖPNV in Stadt und Land mit nachhaltigen und barrierefreien Mobilitätsangeboten sichern", sagt Verkehrsminister Martin Dulig.

Bessere Anbindung in der Region

Ebenso wichtig seien die beschäftigungspolitischen Effekte der angeschobenen Maßnahmen für die Bau- und Ausrüstungsbranche - inmitten in der Corona-Krise. Das größte ÖPNV-Einzelvorhaben ist die schrittweise Umsetzung des Chemnitzer Modells. Ostdeutschlands einziges Tram-Train-System ist ein Gemeinschaftsprojekt des Verkehrsverbundes MitteBesslsachsen, der Erzgebirgsbahn und der Chemnitzer Verkehrsgesellschaft (CVAG). Das Chemnitzer Modell verknüpft Straßenbahn mit Eisenbahn und verbindet inzwischen die Städte Stollberg, Hainichen und Burgstädt mit der Chemnitzer Innenstadt. Als weiterer Neubau ist die Anbindung von Limbach-Oberfrohna vorgesehen. Erste Abschnitte könnten eventuell 2025 in Betrieb genommen werden. Weitere Chemnitzer Schwerpunkte der sächsischen ÖPNV-Investitionsförderung sind unter anderem die grundhafte Erneuerung des Gleisdreiecks am Archäologiemuseum sowie die Beschaffung von zehn Niederflurstraßenbahnen.