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Fragwürdige Nominierung

Boxen Ronny Beblik darf nicht um ein Olympiaticket für Rio kämpfen

Ronny Beblik darf nicht um ein Olympiaticket für Rio boxen. Lange hatte der 30-jährige Sportsoldat auf das Großereignis in Brasilien hingearbeitet. Doch der ehrenwerte Boxverband hat den Chemnitzer ausgebootet. "Was hier abgeht, ist eine Frechheit", hält Trainer Olaf Leib mit seiner Meinung über die fragwürdigen Entscheidungen des Verbandes nicht hinterm Berg. So darf sein Konkurrent Touba, der für Neuss startet, das Olympiaqualifikationsturnier im Juni in Baku sowie das im Juli folgende Turnier in Venezuela boxen. Dabei sind beide Faustkämpfer auf Augenhöhe. Mal gewinnt der Eine, mal der Andere. Beblik ist allerdings Deutscher Meister 2016, wobei Touba bei den nationalen Titelkämpfen nicht angetreten war. Außerdem war der Chemnitzer bei Länderkämpfen in Kanada und Ungarn siegreich und hinterließ auch beim Chemiepokal in Halle den besseren Eindruck. Eigentlich sollten in Baku und Venezuela die Rio-Tickets für die deutschen Boxer vergeben werden. "Wir hatten gehofft, sportlich fair um die Tickets zu kämpfen", so Leib. Doch Fehlanzeige. Im hiesigen Boxen scheint es nicht nach Leistung zu gehen, sondern eher nach dem Club, für den der jeweilige Sportler an den Start geht. Prägnanterweise wurden auch die Kämpfer aus Babelsberg und Nordhausen gar nicht erst für die Ausscheidungsrunde berücksichtigt. Dafür wurde Beblik in dieser Woche Vater eines gesunden Jungen. So sehr der Sport auch ein Leben erfüllen kann, es gibt eben doch Wichtigeres.