Frauenklinik: Kürzere Wege und bessere Behandlung

Investition 22 Millionen Euro für Neubau an der Chemnitzer Klinik

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Chefarzt Dr. Lutz Kaltofen und eine Hebamme zeigen einen der Kreißsäle in der Geburtsklinik. Foto: Steffi Hofmann

Hunderte Besucher nutzten am Wochenende die Gelegenheit, sich bei einem Tag der offenen Tür in der Frauenklinik auf der Flemmingstraße die Räumlichkeiten anzusehen. "Besonders gefragt waren die Termine für einen kostenlosen 3D/4D-Ultraschall und das Babybauch-Fotoshooting mit Gratisfoto sowie die Führungen durch die Geburtshilfe und die Kinderklinik", sagte Pressesprecher Arndt Hellmann. Viele Schwangere nutzten den Tag auch, um sich einen Termin für die Hebammensprechstunde zu holen.

Klinik wird 100 Jahre

Die Frauen- und Säuglingsklinik Chemnitz feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Am 9. April 1918 hat der letzte sächsische König Friedrich August III. das Gebäude der Frauenklinik eingeweiht. Knapp vier Jahre wurde gebaut. Die Gesamtkosten lagen bei rund zwei Millionen Reichsmark.

Heute besteht der Komplex an der Flemmingstraße 4 aus zwei Kliniken: Der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Seit Jahren verzeichnet das Klinikum Chemnitz einen Anstieg der Geburten. Im ersten Quartal 2018 habe es schon 62 Geburten mehr gegeben als im ersten Quartal 2017, der Trend halte also an.

Derzeit entsteht hinter den historischen Gebäuden das neue Eltern-Kind-Zentrum (EKZ) und Perinatalzentrum. Die Baukosten liegen bei 22,4 Millionen Euro, davon kommen etwa 14 Millionen Euro als Fördermittel vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Für einen reibungslosen Ablauf

Im Eltern-Kind-Zentrum werden die Bereiche Geburtshilfe sowie Früh- und Neugeborenen-Versorgung noch enger miteinander verzahnt, die Wege kürzer. "Die Versorgung unreifer und kranker Frühgeborener ist damit auf höchstem qualitativem Niveau gesichert. Dieser neu entstehende Gebäudekomplex garantiert eine effiziente Wand-an-Wand-Anbindung der beiden klinischen Bereiche und bietet mit den kürzesten Wegen den Patienten eine noch bessere und sicherere Behandlung", so das Klinikum.