Fraunhofer geht vor Schwacke

Versicherung Ersatz soll wirtschaftlich sein

Grundsätzlich darf sich der durch einen Autounfall Geschädigte für die Zeit, in der sein Auto zur Reparatur in der Werkstatt ist, einen Mietwagen nehmen. Der ist dann von der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung zu bezahlen. Allerdings ist dabei das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten. Stellt der Geschädigte rund 2.000 Euro für zwölf Tage in Rechnung, sei das nicht wirtschaftlich, so das Amtsgericht München. Das Gericht nahm schließlich selbst Tabellen für die Ermittlung zu Hilfe und kam auf rund 850 Euro. Ferner stellte es in dem Zusammenhang fest, dass die entsprechende Liste des Fraunhofer-Instituts "angebrachter" sei als die sogenannte Schwacke-Liste, da die statistischen Erhebungen dort anonym durchgeführt würden (AmG München, 345 C 30646/11).