Freies Wissen an der TU Chemnitz

Bildung Uni-Bibliothek in Chemnitz ausgezeichnet

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Wie in den Vorjahren wird es auch 2017 bei den Linux-Tagen wieder spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche geben. Foto: Sven Gleisberg/TU Chemnitz

Chemnitz. Das Wissen der Welt für alle dauerhaft frei zugänglich machen: Ganz so weit ist die globale Wissensgesellschaft noch nicht. Doch in Chemnitz wird zumindest versucht, diesen Weg mitzugehen. Dies würdigt jetzt ein Zertifikat, das der Universitätsbibliothek der TU zugesprochen wurde - der Open Library Badge: "Beispielsweise stehen alle Schulungsmaterialien unter einer Open-Definition-konformen Lizenz zur Nachnutzung zur Verfügung", erklärt Ute Blumtritt. Auch eigene Publikationen werden soweit wie möglich offen zugänglich gemacht.

Ums Wissen teilen geht es auch bei den Chemnitzer Linux-Tagen. Die finden am 11. und 12. März wieder im Zentralen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz statt: "Es ist die letzte erhaltene Linux-Community-Veranstaltung in Deutschland", weiß Informatik-Student Titus Theiß, der zum Organisationsteam gehört. Entsprechend groß ist der Zulauf. Regelmäßige Gäste kommen extra aus Russland oder den USA angereist, insgesamt zählen die Linux-Tage jährlich um die 3.000 Besucher. Denen wird auch in diesem Jahr wieder viel geboten: 60 Aussteller finden sich auf der Linux-Live-Fläche, 90 Vorträge sind im Angebot, am Samstag-Abend gibt es eine "Linux-Nacht" im Club Lokomov.

Besucher können auch an Workshops teilnehmen, für Kinder und Jugendliche wird es extra Angebote wie das Roboter-Programmieren oder die Nutzung sozialer Medien geben. Damit die Veranstaltung funktioniert, engagieren sich nicht nur verschiedene Chemnitzer Software-Unternehmen als Sponsoren. Auch 250 freiwillige Helfer werden im Einsatz sein.