Freistaat investiert in Künstliche Intelligenz

Forschung Fördergelder für neues Forschungszentrum in Chemnitz und Dresden

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Künstliche Intelligenz im Haushalt kann auch gesund machen. Fotografik: Christian Mathea/hfn

Der Großteil des Geldes fließt zwar wie so oft nach Dresden, aber auch Chemnitz soll von insgesamt 50 Millionen Euro Fördergeldern von Bund, Land und der Europäischen Union für die Erforschung von Künstlicher Intelligenz etwas abbekommen. Im Februar wurde in Dresden unter hoher Politprominenz das Zentrum für Kognitive Produktionsprozesse (CPS) gegründet. Dieses neue Forschungszentrum gehört zum Dresdner Standort des Chemnitzer Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU).

In dem neuen Fraunhofer-Zentrum CPS, das an den Standorten Chemnitz und Dresden betrieben wird, sollen die Kompetenzen beider Wissenschaftsregionen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), Maschinenbau und Produktionstechnik sowie Mikroelektronik und Informatik gebündelt werden. Während in der Landeshauptstadt ein Neubau entsteht, in dem in Zukunft 100 Spitzenforscher an der Künstlichen Intelligenz forschen, sollen später auch 10 Millionen Euro nach Chemnitz fließen - hier mit dem Ziel, schlaue Produktionsprozesse für die Industrie zu entwickeln.

KI - In vielen Bereichen relevant

Klingt alles abstrakt, aber in Zukunft wird es wohl kaum einen Bereich geben, der nicht von KI-basierten Technologien entscheidend verändert wird: von der Güterproduktion über die Logistik bis zur Medizintechnik. Professor Welf-Guntram Drossel, Geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IWU, betont: "Kognitive Systeme gestatten es, die Produktivität der Serienproduktion mit der Ressourceneffizienz der Individualproduktion in optimaler Art und Weise für eine nachhaltige Wertschöpfung zu verbinden."