Freiwillige als flexible Betreuer

Interview mit Stephanie Heidrich, KJF-Fachbereichsleiterin Jugendarbeit

Der Verein Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e. V. Chemnitz (KJF) blickt derzeit auf 20 Jahre als Träger der freien Jugendhilfe zurück. Insgesamt 400 Mitarbeiter zählt der Verein mittlerweile, wobei ein Großteil der Aufgaben auch von Ehrenamtlichen geleistet wird. Der BLICK sprach mit Stephanie Heidrich, Fachbereichsleiterin Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Familienbildung.

Wie viele Freiwillige helfen im Verein mit?

Derzeit unterstützen uns 25 Ehrenamtler über das Programm "Wir für Sachsen", ein Förderprogramm für bürgerschaftliches Engagement des Freistaates Sachsen sowie dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Weitere 30 Freiwillige sind unabhängig davon in unseren Einrichtungen für den Verein tätig.

Welche Projekte und Einrichtungen betreut der KJF e.V.?

Unsere Leistungen leiten sich aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz ab und umfassen sowohl ambulante Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfen und Verfahrenspflege. Weiterhin bietet der KJF auch Schulsozialarbeit, Heimerziehung und andere betreute Wohnformen. Die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertageseinrichtungen sowie Jugend- und Kinderklubs stehen ebenso im Fokus der Arbeit. Neben fachlicher Kompetenz vermittelt der KJF e.V. auch Menschlichkeit, Nähe und Emotionen.

Worin sehen Sie die Vorteile der Freiwilligen gegenüber Hauptamtlern?

Während unsere festen Mitarbeiter neben ihrer sozialen Tätigkeit auch andere Aufgaben wie Abrechnung oder Berichtswesen zu erledigen haben, können sich Ehrenamtliche voll auf ihren Einsatzzweck konzentrieren. Sie sind in ihrer Arbeit wesentlich flexibler. Ein gut funktionierendes Team besteht aber aus allen Kräften - es geht weder ohne Hauptamtliche, noch ohne Ehrenamtliche.