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"Friedensdorf"-Kind Dilnoza kann endlich wieder gehen

Initiative Zweijährige Behandlung im Zeisigwaldklinikum erfolgreich

Seit vielen Jahren engagieren sich die Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz für die kostenlose medizinische Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Organisiert wird die Versorgung von der Initiative "Friedensdorf International". Zuletzt befand sich zum wiederholten Mal ein Mädchen aus Tadschikistan in stationärer Behandlung, der in ihrer Heimat medizinisch nicht geholfen werden konnte.

Komplexe Operationsplanung

Das zwölfjährige Mädchen Dilnoza kam mit einer angeborenen Knochenkrankheit des linken Schienbeins zur Welt, was zu einem chronischen Bruch und zu einer starken Verformung des betroffenen Beines führte. Im September 2020 wurde sie als Friedensdorf-Kind erstmals in der der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz vorgestellt. Hier nahm sich der Kinderorthopäde Dr. Fabian Kübler ihrer an und machte sich an die komplexe Operationsplanung.

Laufen dank Spezialorthese

In den folgenden anderthalb Jahren wurden fast zwölf Zentimeter Knochen wiederhergestellt und gefestigt. Im Januar 2022 gelang es dem erfahrenen Oberarzt, die losen Knochenenden durch eine so genannte "Docking-Operation" zu vereinigen. Obwohl der Knochen immer noch nicht vollständig ausgeheilt ist, kann Dilnoza dank einer speziell angefertigten Spezialorthese wieder ohne Gehstützen laufen. Weitere Operationen sind nach aktueller Lage nicht nötig.

Kleine Patienten aus Afrika und Asien

"Stellvertretend für das gesamte Behandlungsteam wünsche ich der tapferen Dilnoza, dass sie nach der Rückkehr in ihre Heimat ein besseres und aktiveres Leben führen kann, als es ihr bisher möglich war", so Oberarzt Fabian Kübler. In Chemnitz wurden bis heute mehr als zehn kleine "Friedensdorf"-Patienten behandelt. Sie kamen bislang in der Mehrzahl aus Afrika und Asien und wurden vorwiegend aufgrund von Knocheninfektionen und Fehlstellungen der Beine behandelt.

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