Friedenspreis: Ehrungen für soziales Engagement

Auszeichnung Human Aid Collective e.V. gewann am Montag

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Friedenstag 2019. Foto: Harry Härtel/ Härtelpress

Friedensplakate, Musik, Ausstellungen, Rundgänge und vor allem ein Dialog miteinander - Chemnitz zelebrierte gestern wieder seinen Friedenstag. Er soll an die Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Bombardierung der Stadt am 5. März erinnern. Bereits am Montagabend wurde traditionell der Friedenspreis der Stadt verliehen. Der erste Platz ging diesmal an den Verein Human Aid Collective. Er wurde im November 2015 gegründet, transportierte bislang mehr als 41 Tonnen medizinisches Gerät, Hilfsmittel und Babynahrung in Lager und Krisengebiete, sowie mehr als 5.000 Boxen mit Kinderkleidung, Spielzeug und Lernmitteln für Flüchtlingskinder. Der Verein erhält 500 Euro sowie eine Skulptur des Bildhauers Erik Neukirchner.

Das sind die anderen Platzierungen

Der zweite Platz geht an den Verein Nachhall für seine Arbeit auf dem Sonnenberg gegen Vereinnahmungsstrategien rechtsextremistischer Aktivisten und für Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und verschiedener Herkunft.

Auf den dritten Platz wurde die Aktion "Buntmacherinnen - Lichterwege" gewählt. Die Mitglieder der Initiative wollten Chemnitz durch Lichterwege von der jüdischen Gemeinde bis zum Park der Opfer des Faschismus mit verschiedenen Stationen in einem helleren Licht erstrahlen lassen, als es die Ereignisse Ende August in Chemnitz taten.

Der Friedenspreis, der vom Bürgerverein für Chemnitz und der Migrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz verliehen wird, geht auch mit einem Ehrenpreis einher - in diesem Jahr an Iris Tätzel-Machute. Sie leitete lange Zeit das Frauenzentrum Lila Villa, berät bi-nationale Paare und verantwortet das Bühnenprogramm zur jährlichen Eröffnung der Interkulturellen Tage in Chemnitz.