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Frust hält an: Fast 1.000 Menschen folgen Aufruf von Pro Chemnitz

Sachsengespräch Ministerpräsident trifft Bürger - Kundgebung vorm Stadion

Chemnitz. 

Chemnitz. Am gestrigen Donnerstagabend hatten der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig im Rahmen des Sachsensgesprächs in das Stadion Chemnitz zum Ideen- und Gedankenaustausch eingeladen. 650 Menschen durften an dem Bürgerdialog teilnehmen. Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass viele Menschen aus Kapazitätsgründen nicht mehr ins Stadion gehen konnte. Im Mittelpunkt standen der Tötungsdelikt an einem 35-Jährigen am Sonntagmorgen und die darauf folgenden Demonstrationen. Einige Teilnehmer drückten gegenüber Kretschmer ihren Unmut darüber aus, dass sie wegen Kritik an der Asylpolitik in die rechte Ecke gedrängt werden, zudem gab es viel Kritik für die in den Augen der Bürger dramatisierende Berichterstattung der Medien. In den Einzelforen beantwortete der Ministerpräsident noch bis weit nach dem offiziellen Veranstaltungsende Fragen der Teilnehmer.

Kundgebung von Pro Chemnitz vor dem Stadion

Die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro Chemnitz hatte zum gleichen Zeitpunkt zu einer Kundgebung, direkt vor dem Stadion, aufgerufen, um den Ministerpräsidenten "zu empfangen". Knapp 1.000 Menschen folgten dem Aufruf. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 1.200 Einsatzkräften vor Ort. Es blieb weitestgehend ruhig.

Insgesamt wurden bis gegen 21 Uhr acht Straftaten durch die Einsatzkräfte registriert und aufgenommen. Dabei handelt es sich um Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Personen von Demo am Montag konnten identifiziert werden

Im Rahmen des Einsatzes am gestrigen Donnerstag erkannten Polizisten zudem Personen wieder, die sich am Montag bei der Versammlung von "Pro Chemnitz" am Karl-Marx-Monument strafbar gemacht haben. Gegen einen 35-Jährigen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Gegen einen 37-Jährigen wird nunmehr wegen des Verdachts der versuchten Körperverletzung an einem Polizeibeamten ermittelt. Zudem soll er Pyrotechnik während der Versammlungen am Montag verwendet und gezündet haben.



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