Für ein Kinderlachen

Stiftung 25 Jahre Hilfe für Familien in Not

fuer-ein-kinderlachen
Geschäftsstellenleiterin Martina Wunsch Foto: Andreas Seidel

Der Veranstaltungsraum in der Geschäftsstelle der Stiftung "Hilfe für Familien, Mutter und Kind" ist voller Stühle - und alle sind besetzt. Neben dem Rednerpult steht ein Banner: "Familien in Not brauchen Ihre Hilfe. Für ein Kinderlachen". Über 80 Gratulanten kamen am Montag zum Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung des Freistaates Sachsen. Unter ihnen langjährige Weggefährten, Unterstützer sowie der frühere sächsische Sozial- und Familienminister Hans Geisler. Unter seinem Einfluss wurde die Stiftung 1991 gegründet und war damit die erste ihrer Art in den neuen Ländern. Das Land Sachsen gab zu dieser Zeit zwei Millionen D-Mark als Grundstockvermögen, welches bis heute auf fast elf Millionen Euro anstieg. Die jetzige Sozialministerin, Barbara Klepsch, würdigte bei der Festveranstaltung die Stiftungsarbeit: "Die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung nimmt den Familien eine Last ab und gibt Zuversicht. Das Geld ermöglicht dabei nicht nur dringend notwendige Anschaffungen, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen der Eltern", betonte sie. Zweiter Stiftungszweck neben der Familien- ist die Schwangerenhilfe. In den Anlaufstellen der Stiftung, den zirka 80 Schwangerenberatungsstellen und Sozialämtern, finden werdende Eltern Ansprechpartner rund um ihre Sorgen und Nöte. Über 209.000 schwangeren Frauen, welche in Not waren, konnte so bisher mit Leistungen im Wert von rund 139 Millionen Euro geholfen werden. Zu der praktischen Unterstützung gehören beispielsweise die Finanzierung einer Erstausstattung für Babys oder zusätzliche Haushaltsgeräte. Die Leiterin des Chemnitzer Sozialamtes, Cornelia Utech, sitzt im Vergabeausschuss der Stiftung, welcher über die Verteilung der Gelder im Einzelfall entscheidet. Sie stellt fest, dass vermehrt Anträge von Eltern, zum Beispiel behinderter Kinder, an die Stiftung gestellt werden, weil der Sozialstaat keinerlei andere gesetzliche Möglichkeit zur Unterstützung vorsieht.