Fußball-Lehrer lobt seine Schützlinge: Chemnitzer FC bringt drei Punkte aus Magdeburg mit

Erfolgreicher Pflichtspielauftakt und Neubesetzung im Nachwuchsleistungszentrum des CFC

Chemnitz

Zwischen der Magdeburger Avnet-Arena und dem Sportforum Chemnitz liegen deutlich mehr als 200 Kilometer. Eine Busfahrt vom Elbe-Ufer in die ehemalige Kulturhauptstadt dauert deshalb entsprechend lange. Doch das störte die Kicker des Chemnitzer FC nicht, als sie am Freitag von ihrem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg II zurückrollten. Sie hatten zuvor beim Aufsteiger vor knapp 700 Zuschauern 1:0 gewonnen und damit in der Fußball-Regionalliga Nordost für einen erfolgreichen Pflichtspielauftakt 2026 gesorgt.

Frühe Führung

Im Nebel vom Magdeburg hatte Maurizio Grimaldi bereits in der 2. Spielminute den vollen Durchblick. Er beendete ein Solo energisch zum Führungstreffer, der am Ende zum siebten Saisonsieg des CFC reichen sollte. Für den 23-Jährigen, der im Sommer 2025 von Lupo Martini Wolfsburg aus der Oberliga nach Sachsen kam, war es der 6. Saisontreffer. „Natürlich freue ich mich persönlich darüber. Doch am Ende ist es egal, wer das Tor macht. Wichtig ist, dass wir als Team drei Punkte aus einem kämpferischen Spiel mitnehmen“, erklärte der Torschütze.

Alberico trifft den Pfosten

Nach seinem frühen Treffer hätte Domenico Alberico nach einem Freistoß erhöhen können, er traf aber nur den Außenpfosten. Die Gastgeber hatten ebenfalls gute Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. Schließlich blieb es bis zum Abpfiff sehr spannend. „Unser Defensivkonzept ist aufgegangen, wobei sich nach dem Spiel auch gut reden lässt. Es war auf jeden Fall ein stabiler, gefestigter und leidenschaftlicher Auftritt von uns“, analysierte CFC-Chefcoach Benjamin Duda. Der Fußball-Lehrer wusste zudem, dass der frühe Führungstreffer seinem Team in die Karten gespielt hatte. „Es war ein schweres Spiel bei einem starken Gegner“, fasste Duda zusammen.

Kapitän lobt seine Mannschaft

CFC-Kapitän Tobias Müller hatte von seiner Truppe eine sehr engagierte Mannschaftsleistung gesehen. „Wir mussten teilweise sehr leiden und die eine oder andere knifflige Situation überstehen. Wir waren bereit, diese Meter zu gehen, um das eigene Tor zu beschützen und waren das eine Tor effizienter als der Gegner“, schätzte der erfahren Kicker treffend ein.

Felix Müller fehlt

Der Chemnitzer FC stockte sein Punktekonto durch den Sieg auf 28 Zähler auf. Jetzt ist der Fokus auf den kommenden Sonntag gerichtet. Dann gastiert ab 16 Uhr der Spitzenreiter und amtierende Meister 1. FC Lok Leipzig im eins Stadion - An der Gellertstraße. Leider muss dann Abwehrspieler Felix Müller pausieren, er sah in Magdeburg die 5. gelbe Karte. Für das Spiel gegen Lok sind schon mehr als 5000 Ticktes verkauft. Die Fans sollten dringend vom Vorverkauf Gebrauch machen.

Florian Matk wird neuer Sportlicher Leiter im Nachwuchsleistungszentrum des CFC

Der Chemnitzer FC hat die sportliche Leitung seines Nachwuchsleistungszentrums neu besetzt und Florian Matk mit sofortiger Wirkung als Sportlichen Leiter für den Nachwuchsfußball eingesetzt; er folgt auf Matthias Wistuba, mit dem die Zusammenarbeit zum Jahreswechsel aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung beendet wurde. Der 34-jährige Matk arbeitet künftig eng mit NLZ-Leiter Pierre Knechtel zusammen und bringt umfangreiche Erfahrung aus dem leistungsorientierten Fußball mit, zuletzt als Co-Trainer der Regionalliga-Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena unter Henning Bürger bis März 2025.

Matk besitzt seit 2024 die UEFA-A-Lizenz, hat einen Bachelorabschluss in Sportwissenschaften und sammelte als Spieler und Trainer nationale und internationale Erfahrungen, unter anderem in Australien, China, Indonesien, Neuseeland und Kolumbien sowie in Deutschland beim VfL Wolfsburg, Berliner AK und FC Carl Zeiss Jena. Geboren am 3. Januar 1992 in Leisnig und ehemaliger U19-Spieler des Chemnitzer FC, legt er in seiner neuen Funktion einen Schwerpunkt auf eine ganzheitliche, wissenschaftlich fundierte Nachwuchsausbildung mit Fokus auf Talentidentifikation, individueller Spielerentwicklung sowie moderner Trainings- und Ausbildungssteuerung. Der Vereinsvorstand sieht in ihm einen kompetenten Gestalter moderner Ausbildungsprozesse und setzt mit der Neubesetzung den Weg einer strukturierten und zukunftsorientierten Nachwuchsarbeit fort, um die Rahmenbedingungen und Abläufe im NLZ weiter zu verbessern und junge Spieler optimal zu fördern.

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