Fußballspielen auf der Reeperbahn

Jugend Chemnitzer Nachwuchs tritt bei St. Pauli Hamburg an

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Die A-Jugend des CFC spielt am Wochenende bei St. Pauli. Zuletzt trat man daheim (hier Leon Gümpe) gegen RB Leipzig an. Foto: Andreas Seidel

Obwohl die A-Junioren des Chemnitzer FC erst am Samstag ab 11 Uhr beim FC St. Pauli in Hamburg auflaufen, begann für sie der Spieltag praktisch schon am Freitag. Trainer Kay-Uwe-Jendrossek hatte seine Jungs 10 Uhr zum Abschlusstraining auf den Platz gerufen, anschließend stimmte sich der himmelblaue Kicker-Nachwuchs auf den Gegner mittels Video-Studium ein. Und danach rollte der Mannschaftsbus Richtung Elb-Metropole vom Gelände des Sportforums.

Dem Gegner die Lust am Spiel nehmen

Der CFC liegt zwar mit fünf Zählern aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz und muss nun beim Achten des Klassements (16 Punkte) bestehen. Doch das torlose Remis gegen RB Leipzig, dass die Jendrossek-Elf am letzten Heimspieltag erreichte, sollte den Jungs Selbstvertrauen verliehen haben. "Für uns war gegen Leipzig sogar ein Sieg drin. Ich hoffe, dass meine Spieler ein paar positive Dinge mitnehmen können. Wenn wir weiter konzentriert zusammen arbeiten, können wir auch in der Liga bestehen", weiß Jendrossek jedoch auch, dass es für seine Truppe schwer ist, sich als Aufsteiger in der Bundesliga zu behaupten. In Hamburg wolle der CFC durch einen präsenten Auftritt dem Gegner die Lust am Fußballspiel nehmen. "Doch das gute Spiel gegen Leipzig ist Geschichte. Auf Sankt Pauli geht wieder alles am Punkt Null los", hebt der Chemnitzer Trainer hervor.

Klassenerhalt in der Junioren-Bundesliga

Dass es für Chemnitz nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht im deutschen Fußballoberhaus schwer ist, macht Heiko Nowak deutlich. "Wir sind deutschlandweit gesehen nach wie vor ein kleines Nachwuchsleistungszentrum. Aber wir jammern nicht, sondern wollen aus den vorhandenen Spielerkader das Optimum herausholen", sagt der Leiter des Chemnitzer Nachwuchs-Leistungszentrums. Im Idealfall bedeutet dies aus seiner Sicht den Klassenerhalt in der Junioren-Bundesliga.