Gefahr an Bahnanlagen

Polizei Bundespolizei warnt vor Leichtfertigkeit

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Foto: Harry Härtel

Am vergangenen Sonntag waren zwei Kinder in großer Gefahr. Ein 8-jähriges Mädchen und ein 6-jähriger Junge fuhren mit einem Spielzeugtraktor (Tretfahrzeug) bzw. mit einem Kinderfahrrad über den nichttechnisch gesicherten Bahnübergang Nennigmühle. Ein herannahender Zug aus Pockau in Richtung Olbernhau musste daraufhin eine Schnellbremsung einleiten, um eine Kollision mit den Kindern zu verhindern. Es kam zu keinem Schadenseintritt, Personen wurden nicht verletzt, der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen. Beamte der herbeigerufenen Bundespolizei konnten die Kinder ausfindig machen und ihren Eltern übergeben. Sie wurden über die Gefahren der Bahn aufgeklärt.

Zudem wurde am vorangegangen Samstag die Bundespolizeiinspektion Chemnitz über aufgelegte Steine auf der Bahnschiene nahe des Haltepunktes Kinderwaldstätte informiert. Vor Ort konnten jedoch keine Personen festgestellt werden. Die Citybahn, welche die Steine überfuhr, wurde nicht beschädigt, auch Personen wurden glücklicher nicht verletzt. Es hätte aber auch anders ausgehen können.

Aktionen wie diese sind keine Kavaliersdelikte

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: Solche Handlungen sind keine Kavaliersdelikte! Aufgelegte Schottersteine können unter Umständen zum Entgleisen von Zügen führen. Zum einen können Reisende verletzt werden, aber auch hohe Sachschäden können die Folge sein.

Darüber hinaus werden die Steine oder Steinsplitter beim Überfahren wie Geschosse in alle Richtungen geschleudert, wodurch lebensbedrohliche Verletzungen herbeigeführt werden können. In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei nochmals ausdrücklich darauf hin, dass der Aufenthalt an und auf Bahnlagen lebensgefährlich und daher verboten ist. Eltern werden gebeten, ihre Kinder über diese Gefahren besonders aufzuklären und zu sensibilisieren. Nur so kann Schlimmeres vermieden werden.