Gegen Komasaufen: Chemnitzerin gewinnt mit ihrem Bild

Kampagne Staatsministerin ehrt Gewinnerin von "bunt statt blau"

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Links die Staatsministerin Barbara Klepsch, in der Mitte die Landessiegerin Ngoc Anh Phan aus Chemnitz und rechts die Leiterin der Landesvertretung Sachsen der DAK-Gesundheit, Christine Enenkel. Foto: Pressebild Bunt statt Blau

Unter dem Motto "bunt statt blau" schufen Schülerinnen und Schüler bundesweit zahlreiche Kunstwerke gegen das Komasaufen. In Sachsen kommt das beste Bild von einer Schülerin aus Chemnitz.

Heute verlieh die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch den Preis der Kampagne an die 17-jährige Schülerin Ngoc Anh Phan.

Das Sieger-Bild

Das Sieger-Bild zeigt einen Menschen, der in einer Flasche schwebt. Für den Betrunkenen in Ngoc Anh Phans Bild gibt es noch Hoffnung.

"Deshalb schwebt der Mensch und liegt nicht am Boden", erklärt die 17-Jährige. Alkohol ist keine Lösung, weiß das Mädchen aus Chemnitz.

Die Kampagne

Unter dem Motto "bunt statt blau" rief die Krankenkasse DAK-Gesundheit eine Kampagne ins Leben, die sich stark macht für einen aufgeklärteren Umgang mit Alkohol unter Jugendlichen und Kindern.

Die Idee war es, dass sich Gleichaltrige gegenseitig über die Gefahren des Alkoholkonsums aufklären. Mit inzwischen 87.000 Teilnehmern gilt das Projekt als beispielhafte Präventionskampagne.

"Damit jedes Kind und jeder Jugendliche versteht, dass es nicht cool ist, sich bewusstlos zu betrinken. Rauschtrinken und Komasaufen ist lebensgefährlich", betont die Sächsische Staatsministerin Barbara Klepsch die Botschaft der Kampagne.

Für die achte Runde "bunt statt blau" schickten Schülerinnen und Schüler im Frühjahr bundesweit kreative Plakate ein, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Insgesamt gab es mehr als 7.000 Einsendungen.

Die Platzierungen in Sachsen

Den zweiten Platz belegte die 14-jährige Marie Thomas aus Hartha. Der dritte Platz geht an ein Team aus Oederan. Für den 12-jährigen Alexander Benedix aus Schirgiswalde gab es zudem einen Sonderpreis für jüngere Teilnehmer.

Im Juni wird der Bundesgewinner gewählt

Eine Bundesjury, zu der unter anderen die Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler und die bekannte Sängerin Grace Capristo gehören, stimmt im Juni über den Bundesgewinner 2017 ab.

Die Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens bleibt ein dringendes Thema. In Sachsen kamen 2015 rund 900 Kinder zwischen zehn und neunzehn Jahren aufgrund einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus.