Gegen Kriminalität: 13 Anzeigen bei Komplexkontrollen im Zentrum

Einsatz Beamte kontrollieren Personen - Drogenspürhund entdeckt Depot

Am Mittwochabend führte die Polizei in Chemnitz eine Komplexkontrolle durch. Insgesamt wurden 13 Anzeigen, vorwiegend Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, erfasst worden. Mit Unterstützung von Einsatzkräften der sächsischen Bereitschaftspolizei kontrollierten Beamte der Polizeidirektion Chemnitz zur Bekämpfung der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität vorwiegend im Innenstadtbereich rund 150 Personen. Im Einsatz waren knapp 90 Polizeibeamte.

Gegen 15.15 Uhr wurden nach einem Zeugenhinweis am Karl-Marx-Monument acht überwiegend Jugendliche kontrolliert, die dort den Sockel mit Schriftzügen beschmiert haben sollen. Gegen drei Mädchen (12, 2x 15) wird nunmehr wegen Verdachts der Sachbeschädigung ermittelt. Sie wurden schließlich zu ihren Erziehungsberechtigten gebracht. Zudem wurde am frühen Abend in der Brückenstraße ein als vermisst gemeldeter 15-Jähriger kontrolliert und letztlich an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Bei der Kontrolle eines 20-Jährigen an der Bahnhofstraße gegen 18.45 Uhr stellten die Beamten ein verbotenes Messer fest und sicher. Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Gegen 19.30 Uhr wurde erneut eine größere Personengruppe am Karl-Marx-Monument kontrolliert. Beim Erblicken der Polizisten hatten zunächst einige versucht, zu flüchten und sich dabei offenbar auch Drogen entledigt. Es wurden zwei Konsumeinheiten und rund 40 Gramm Marihuana aufgefunden, die bislang noch keinen Personen zugeordnet werden konnten. Ein 40-Jähriger hatte geringe Mengen Betäubungsmittel dabei. Gegen einen anderen 40-Jährigen lag ein Vollstreckungshaftbefehl vor. Da er die Geldstrafe nicht zahlen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen insgesamt fünf kontrollierte Männer im Alter zwischen 16 und 40 Jahren wird wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt, weil sie Drogen dabei hatten.

Die Kontrollen werden durchgeführt, um Straßen- und Kleinkriminalität zu bekämpfen. Außerdem fand der eingesetzte Drogenspürhund ein Drogendepot im Heckenbereich. In der Reichsstraße stellten Zivilfahnder einen Audi.