Gemeinsam traumhaft musizieren

Musik Am Montag steigt das 3. Chemnitzer Traumkonzert

Geprobt wird schon seit ein paar Wochen. Am 8. Oktober trafen sich die Mitwirkenden des 3. Traumkonzerts in Chemnitz zur ersten gemeinsamen Probe - 72 Menschen mit und 41 Menschen ohne Handycap. Cello- und Gitarrenkinder der Blindenschule sind sind dabei, der Gebärdenchor Monael & Friends, die integrative Band Motus rund um Jazzgitarrist Joe Sachse - und 20 Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie. Inzwischen sind sie alle auf der Zielgeraden: Am Montag haben sie dann ihren Auftritt - und der fällt sogar größer aus als bei den ersten beiden Auflagen: Erstmals nutzt das Traumkonzert den Großen Saal der Stadthalle - 2011 und 2013 war es noch der Kleine Saal gewesen. Die Idee gewinnt an Kraft.

"Man muss Liedtexte nicht lesen, Noten, Instrumente nicht sehen oder anfassen und auch Rhythmus nicht hören können, um traumhaft zu musizieren", lautet das Motto des Traumkonzerts. Es ist eine Idee, der sich auch Judith Lefeber nicht verschließen möchte: Die ehemalige "Superstar"-Kandidatin, die in Chemnitz bereits im Musical "Aida" oder auch bei "Classics unter Sternen" zu erleben war, tritt als besonderer Gast und Solistin ebenfalls beim Traumkonzert auf. Für die Nachwuchskünstler ist das noch einmal besondere Motivation, obwohl die auch sonst schon reichlich vorhanden ist. Schließlich treten sie häufig "nur" in ihren Schulen auf, vor Eltern, Lehrern, Mitschülern und Bekannten. Da ist der Große Stadthallensaal schon eine andere Hausnummer: "Das Traumkonzert führt Künstler im Herzen unserer Stadt zusammen und gewährt einem breiten Publikum einen gemeinsamen, unvergesslichen Musikabend", freuen sich die Veranstalter, an deren Spitze mit Petra Liebetau die Behindertenbeauftragte der Stadt steht. Für das Konzert, das am Montag um 19 Uhr beginnt, gibt es noch Eintrittskarten - unter anderem in den Ticketshops der Freien Presse.