Gemüsepflanzen selbst gezogen

Experten-Tipp von Jens Peter, Stadtverband Chemnitz der Kleingärtner

Schon im Winter sollten wir uns Gedanken machen, was wir in der kommenden Gartensaison anbauen möchten, rät Jens Peter - Geschäftsführer des Stadtverbandes Chemnitz der Kleingärtner e.V.: Neben dem Standardangebot von Jungpflanzen im Handel lohnt sich die Überlegung, Gemüse oder auch Blumen selber heranzuziehen. Nicht nur die Kostengründe, sondern auch die größere Arten- und Sortenvielfalt, die uns bei den Sämereien zur Verfügung stehen, kann die Jungpflanzenanzucht zu einer spannenden Sache machen. Dabei ist die richtige Aussaatzeit zu beachten. Eine zu späte Aussaat verringert die Ernte im Sommer. Nach der Aussaat in handelsübliches Aussaatsubstrat kommen die Anzuchtgefäße ans Fenster. Zum Keimen werden meist bis zu 25 °C benötigt. Die Erde ist leicht feucht zu halten. Sobald die Sämlinge sich zeigen, sind sie etwas kühler zu stellen. Wenn nach den Keimblättern die ersten richtigen Blätter sichtbar werden, kommt die Zeit des Umtopfens. Es wird dann sofort in die Endtöpfe gepflanzt, in denen die Pflanzen bis zur Auspflanzung Mitte bis Ende Mai verbleiben. Für die Töpfe wird Gartenerde mit Kompost verwendet. Beim Umtopfen müssen die Pflanzen vorsichtig herausgenommen werden. Die alte Aussaaterde sollte an der Pflanze verbleiben. Danach werden Sie bei Temperaturen von etwa 20 °C an einen hellen Standort gestellt. Intensive Sonne und zu hohe Temperaturen sollten vermieden werden. Für einen gedrungenen und kompakten Wuchs können die Pflanzen ab Mitte April, bei Temperaturen ab 15 °C, auf dem Balkon abgehärtet werden. Temperaturen unter 5 °C sollten vermieden werden. Die Pflanzen regelmäßig gießen, aber nicht einschlämmen.