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"Gerippchen" soll bald wieder glänzen

Projekt Ikarus-Bus vom Typ 180 wird in Güstrow wieder aufgebaut

Die Best Ager unter den Chemnitzern werden sich noch gut erinnern: Die rot-weißen Omnibusse vom Typ Ikarus 180 prägten ab 1968 für einige Jahre das Straßenbild der Stadt. Heiko Wolf vom Verein Straßenbahnfreunde Chemnitz kannte das ungarische Vehikel sogar als Busfahrer: "Ehrlich gesagt, als Fahrer hatte man es satt. Der Bus hat an allen Enden geklappert, war im Vergleich zu den Vorgängern aber schon ein Luxus-Modell." Die letzte noch existierende Überlandsausführung wurde 2014 vor der Verschrottung in Berlin gerettet und steht seither im Chemnitzer Straßenbahnmuseum. Am gestrigen Dienstag machte sich der liebevoll "Gerippchen" genannte Omnisbus endlich auf dem Weg nach Güstrow, wo er von einer Fachwerkstatt wieder aufgebaut wird. Nach drei abgelehnten Förderanträgen soll das Vorhaben nun über Spendengelder finanziert werden. "20.000 Euro kann die Vereinskasse stemmen, 100.000 sind noch offen. Wir werden so viel wie möglich selbst aufarbeiten", sagt Museumsleiterin Claudia Großkopp. Wenn der Zeitplan aufgeht, könnte der Bus 2022 zum 100-jährigen Stadtbus-Jubiläum wieder durch Chemnitz rollen. Mehr zur Spendenbeteiligung unter www.strassenbahn-chemnitz.de.

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