Geschichten statt Faktenwissen

Jubiläum Verein der Gästeführer erklärt seit zehn Jahren die Stadt

Von den Tagen der Industriekultur bis zu den Tagen der Architektur - immer wenn Chemnitzer Stadtgeschichte in den Mittelpunkt rückt, ist er beteiligt: der Verein der Gästeführer Chemnitz. Seit zehn Jahren vermitteln die Vereinsmitglieder im Rahmen von Führungen, historischen Vorträgen und Stadtrundfahrten allerlei Wissenswertes. "Die meisten unserer Gästeführer stammen gar nicht aus Chemnitz, haben aber ihr Herz an die Stadt verloren", sagt Karin Meisel, die ursprünglich aus Plauen stammt und seit zwei Jahren dem Verein angehört. Neben einem IHK-Zertifikat sei die Liebe zu Chemnitz für Gästeführer eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen. "Darüber hinaus ist jeder für sich in verschiedenen geschichtlichen Vereinen aktiv, denn das Wissen für die individuellen Stadtführungen erlangt man nicht nur aus Büchern", so Meisel: "Wir möchten kein reines Faktenwissen vermitteln, sondern Geschichten erzählen und zum Beispiel Verknüpfungen zwischen hiesigen Persönlichkeiten und ihren Stationen in der Stadt aufzeigen."

So konzipiert das sechsköpfige Vereinsteam immer wieder Ideen für neue Touren, die Historie von ungewohnten Blickwinkeln aus beleuchten. Dabei solle die Stadt nicht nur Gästen, sondern vor allem auch den Chemnitzern näher gebracht werden. Meisel: "Viele Einwohner wissen noch gar nicht, was die Stadt entgegen aller Vorurteile zu bieten hat - von der Wohnsubstanz im Grünen bis hin zur beeindruckenden Industriegeschichte. Die Chemnitzer können stolz auf ihre Stadt sein - das zu vermitteln, ist eines unserer Ziele."

Mehr Informationen zu den Führungen gibt es unter www.chemnitz-stadtfuehrer.de.