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"Geschlechterrollen sollte man aufbrechen"

Menschen 2019 Karin Weigelt bekommt den Sächsischen Gründerinnenpreis

Die Chemnitzerin Karin Weigelt setzte sich in diesem Jahr gegen 53 weitere Bewerberinnen für den Sächsischen Gründerinnenpreis durch. Karin Weigelt hat Print- und Medientechnik an der TU Chemnitz studiert und ist dort zum ersten Mal mit der Thematik gedruckte Elektronik in Kontakt gekommen. Gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Jan Thiele hat sie 2016 die Prismade Labs GmbH gegründet. Das Unternehmen stattet Druckprodukte mit einer digitalen Markierung aus, die über Smartphones auslesbar ist. Diese Technologie wird zum Beispiel für interaktive Verpackungen sowie im Hochsicherheitsbereich verwendet. Einen Meilenstein bildete die 2017 geschlossene Kooperation mit dem familiengeführten edding-Konzern.

Für den Sächsischen Gründerinnenpreis hat sich Katrin Weigelt unter anderem beworben, um darauf aufmerksam zu machen, dass auch Frauen aus Bereichen wie den MINT-Fächern alles erreichen können. "Der Preis ist eine sehr gute Sache ist, um Frauen Mut zu machen, sich zu trauen und vor allem sich zu zeigen. Es gibt tatsächlich viele Frauen, die sich selbstständig gemacht haben, aber eher im Dienstleistungssektor. In der Technologiebranche sind es eher weniger und das sollte sich ändern", sagt sie. Generell sollte man ihrer Ansicht nach Frauen mehr dazu ermutigen, dass sie ein Risiko eingehen."Darum geht es ja am Anfang bei einer Firmengründung. Die Geschlechterrollen, die schon im Kindergarten vermittelt werden, sollte man aufbrechen", so Weigelt. Zudem sollten Rahmenbedingungen für Existenzgründer geschaffen werden, wie zum Beispiel flexiblere Arbeitszeiten. "Es sollte kein Problem darstellen, wenn die Kinder mal mit auf Arbeit sind, weil vielleicht gerade keine Betreuungsmöglichkeit da ist", sagt die Chemnitzerin.

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