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Foto-Rettungskampagne: Gesicht zeigen für Kaufhof

Kaufhaus Aktion läuft noch bis zum Wochenende

Chemnitz. 

Für sie war es gar keine Frage: "Natürlich mache ich ein Foto und hänge es auf. Ich will schließlich, dass Kaufhof bleibt", sagt Hannelore Schubert. Die Rentnerin ist eine von mittlerweile über 100 Bürgern, deren Fotos sich an der Pinnwand im Erdgeschoss des Kaufhauses finden.

 

Jeder kann sich fotografieren lassen

Am Freitag startete die ungewöhnliche Aktion, um ein Zeichen für den Erhalt von Kaufhof zu setzen. Jeder, der dafür ist, kann sich fotografieren lassen. Oberbürgermeister Sven Schulze war am Freitag der erste, der sich für die Foto-Aktion ablichten ließ. Die Stadt könne zwar keine Entscheidung über die Schließung treffen, so Schulze. "Aber uns dafür einsetzen, dass der Standort bleibt, dass er eine Perspektive hat, das tun wir." Vor ein paar Wochen kündigte Galeria-Chef Miguel Müllenbach zum zweiten Mal nach 2020 an, das Filialnetz um ein Drittel verkleinern zu müssen. Mehr als 40 der 131 Kaufhäuser sollen geschlossen werden.

 

Ist Chemnitz dieses Mal dabei?

Für viele ist das nach wie vor unvorstellbar. Vor ein paar Wochen wurde zudem bekannt, dass der Onlinehändler buero.de ein Übernahmeangebot für die Filialen der insolventen Kaufhauskette Galeria in Betracht zieht. Im Chemnitzer Kaufhof arbeiten derzeit 125 Beschäftigte.

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