Gesundes Altern mit künstlicher Intelligenz? Diese Technologie machts möglich

Forschung Freistaat investiert 1,4 Millionen in Zukunfts-Projekt

Künstliche Intelligenz (KI) klingt für viele immernoch abstrakt, aber in Zukunft wird es wohl kaum einen Bereich geben, der nicht von KI-basierten Technologien entscheidend verändert wird. Kann Künstliche Intelligenz auch beim gesunden Altern helfen, die Folgen abmildern? Diese Frage zu beantworten, ist das Ziel des Forschungsprojekts "Aufbau eines universitätsweiten Kooperationsnetzwerks Künstliche Intelligenz am Beispiel Ambient Assisted Living" (KIN-TUC).

Das Projekt wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert

Es wird federführend von Professor Gangolf Hirtz, Professur Digital- und Schaltungstechnik an der Technischen Universität Chemnitz, durchgeführt. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert das Projekt jetzt über insgesamt zweieinhalb Jahre mit 1,4 Millionen Euro. Die Systeme, die auf künstlichen neuronalen Netzen basieren, erhöhen sowohl die Genauigkeit als auch die Zuverlässigkeit eines solchen Systems und sind immer häufiger bereits auf kostengünstigen Rechnern lauffähig. So auch das Projekt "KIN-TUC" der TU Chemnitz.

So können ältere Menschen in ihrem zu Hause unterstützt werden

Die Unterstützung der Pflege durch KI-gestützte Assistenzsysteme ist durch den demographischen Wandel in Verbindung mit der fehlenden Anzahl an Pflegepersonal naheliegend. "Im Projekt 'KIN-TUC' widmen wir uns dem Anwendungsgebiet 'Active Assisted Living'. Das bedeutet, dass wir ältere Menschen in Ihrem eigenen zu Hause unterstützen und an wiederkehrende Alltagsaufgaben erinnern wollen", erklärt Projektleiter Gangolf Hirtz. Das sei besonders bei den Personen wichtig, die diese Aufgaben aufgrund der Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit vergessen.

Auch in Notfällen sorgt das System für schnelle Hilfe

Die auf KI basierenden Algorithmen, die im Rahmen von KIN-TUC weiterentwickelt werden, sollen künftig in der Lage sein, ältere und alleinlebende Menschen in ihren eigenen vier Wänden zu unterstützen. So können diese beispielsweise daran erinnert werden, sich regelmäßig zu bewegen. Im Notfall soll das System auch in der Lage sein, einen Notruf abzusetzen. Zum Beispiel wenn die Bewohnerin oder der Bewohner gestürzt ist.