GGG will mehr Geld investieren

Projekt Unternehmen steckt 2013 fast 30 Millionen Euro in Sanierungen

Rund 29,6 Millionen Euro will das Wohnungsunternehmen GGG im kommenden Jahr in die Modernisierung seines Bestandes investieren - das sind ungefähr fünf Millionen Euro mehr als noch 2012. "Hauptsächlich geht es uns darum, Angebote für junge Familien, aber auch barrierearme und seniorenfreundliche Wohnungen zu schaffen", sagt Simone Kalew, die Geschäftsführerin des Unternehmens, das laut eigener Darstellung über 31.000 Wohnungen im Stadtgebiet verfügt, von denen derzeit etwa 13,3 Prozent leer stehen. Generell gehe es in erster Linie darum, innerstädtische beziehungsweise innenstadtnahe Bereiche zu stärken.

Zu diesen zählt die GGG offenbar auch das Yorckgebiet. Hier sollen im kommenden Jahr die beiden fünfgeschossigen Blöcke an der Fürstenstraße 144a und 144b saniert werden. Die weiteren Vorhaben umfassen unter anderem den Sonnenberg, den Kaßberg, Altendorf sowie den Brühl. So plant das Unternehmen im Sonnenberg-Karree 26 zwischen Sonnenstraße, Stiftsstraße und Hainstraße die Abtragung einzelner Etagen von oben, wodurch neue Silhouetten entstehen sollen. Auf dem Kaßberg will die GGG mit der Runderneuerung des Hauses an der Franz-Mehring-Straße 40 beginnen. Dabei sollen Drei- und Vierraumwohnungen entstehen. Im Stadtteil Altendorf steht die Sanierung des an den Crimmitschauer Wald grenzenden Gebäudes Leipziger Straße 167 auf der Agenda. Auf dem Brühl startet die Renovierung an der Karl-Liebknecht-Straße 25, 27 und 29. Frank Kotzerke vom Stadtforum steht den Plänen gespalten gegenüber. "Wir begrüßen die Vorhaben auf dem Brühl, auf dem Kaßberg und auf dem Sonnenberg", sagt er. Anders sei die Situation im Yorckgebiet. "Was die GGG dort vorhat, widerspricht den Bestrebungen, die Innenstadt zu stärken", so Kotzerke. Auch das Kuratorium Stadtgestaltung hatte sich kürzlich gegen neue Investitionen im Yorckgebiet ausgesprochen.